Selfkant - Bauhof wird von Drittfirma entlastet

WirHier Freisteller

Bauhof wird von Drittfirma entlastet

Von: dawin
Letzte Aktualisierung:

Selfkant. Das Grün sprießt, insbesondere im Frühling. Das ist einerseits eine schöne Geste von Mutter Natur. Andererseits kann das ungestüme Wachstum auch eine Menge Arbeit mit sich bringen. Vor allem für das Personal der Bauhöfe, die für die Pflege der öffentlichen Flächen in aller Regel zuständig sind.

Die Gemeinde Selfkant möchte sich nun in verstärktem Maß einer Drittfirma bedienen, um das sogenannte Straßenbegleitgrün in verschiedenen Ortschaften in den Griff zu bekommen. Der Gemeinderat erteilte hierzu sein Votum.

Willi Peters, SPD-Fraktionsvorsitzender, hatte in der Diskussion zuvor Bedenken geäußert, dass durch den Einsatz von Drittfirmen dem kommunalen Bauhof Arbeitsplätze verloren gehen könnten. „Macht es Sinn, Firmen, von denen ja schon welche in der Gemeinde unterwegs sind, reinzuholen? Ich denke, wir sollten dieser Entwicklung Einhalt gebieten.“

Bürgermeister Herbert Corsten griff die Befürchtung, dass der Bauhof personell ausgedünnt werden könnte, auf: „Der Bauhof soll auf keinen Fall beschnitten werden.“ Zwei Mitarbeiter würden zwar jährlich mit 80.000 bis 90.000 Euro (brutto) Personalkosten zu Buche schlagen, „damit könnten wir den ganzen Selfkant pflegen, aber das ist nicht Sinn der Sache“.

Der Bauhof sei nämlich nicht allein für die Pflege der Grünflächen zuständig, er müsse auch weit mehr andere Aufgaben im Gemeindegebiet erledigen und sei damit voll ausgelastet. Deshalb könne er auch die Empfehlung des Gemeindeprüfungsamtes nicht nachvollziehen, das das Personal des Bauhofes von jetzt zwölf auf sechs Mitarbeiter reduziert sehen möchte. Corsten: „Wir sollten Drittfirmen nur zu besonderen Zeiten einsetzen. Und dann müssen wir schauen, ob der Bauhof entlastet wird und ob wir das bezahlen können.“

Bezahlen war das Stichwort für Dr. Karl-Heinz Kambartel, Pro Selfkant, der erklärte, dass die Wirtschaftlichkeit das einzige Kriterium sein sollte. Damit hatte er den Nerv von Josef Werny, SPD, getroffen, der energisch davor warnte, Unternehmen einzubinden, die Menschen zu Dumpinglöhnen arbeiten lassen. „Wenn da jemand für 2,30 Euro Stundenlohn die Hecke schneidet, ist das nicht in Ordnung“, lenkte er den Blick auf den aktuellen Ärger mit der Deutschen Glasfaser GmbH.

Corsten erklärte, dass es sich bei der Drittfirma, die im Selfkant in Frage stehe, um eine deutsche Firma aus der Region handele. Heinz Stassen, CDU-Fraktionsvorsitzender, räumte auch ein, dass der Bauhof über zu wenig Personal verfüge, um in allen Orten am Grün werkeln zu können. „Kommt eine neue Straße, haben wir direkt wieder neues Straßenbegleitgrün.“

Die grüne Welle vor allem im Frühjahr sei nicht zu stoppen, meinte Stassen. Und Karl Busch, FDP, schlug in die gleiche Kerbe: „Das können wir dem Bauhof nicht mehr zumuten.“ Einstimmig fiel der Beschluss für die Vergabe der Pflegearbeiten durch eine Drittfirma aus.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert