Bauernmarkt: Beliebt wie eh und je

Von: Bodo Strickstrock
Letzte Aktualisierung:
bauernmarkt-apfelkraut
Da schaute manch einer gerne zu: Ganz frisch wurde Apfelkraut in einem Kessel gekocht. Die Neuheit war eine von mehreren bei der zwölften Auflage des beliebten Bauernmarktes. Foto: Strickstrock

Erkelenz-Hetzerath. Wilfried Bürgers von der Veranstaltergemeinschaft Bauernmarkt Hohenbusch schaute immer mal wieder in den Himmel, aber es regnete am Samstag zur Eröffnung des zwölften Bauermarktes auf dem Gelände von Haus Hohenbusch dann nicht mehr.

Wege und Rasen im Gelände waren aber arg matschig und von Pfützen übersät, wer Gummistiefel bei sich hatte, war gut dran. Aber das scherte kaum jemanden.

Schon vor der offiziellen Eröffnung am Samstag um 12 Uhr durch Bürgermeister Peter Jansen und Kreislandwirt Hans-Gerd Joeris standen die geparkten Autos auf der Hetzerather Straße bis fast zum Ortsschild, denn die Wiesen waren vorsorglich gesperrt worden. Die Shuttlebusse beförderten unaufhörlich die erwartungsfrohen Menschen zum ehemaligen Kloster und Wilfried Bürgers im dunkelgrauen feinen Zwirn statt in der Schützenbruderuniform begrüßte die Ehrengäste aus Rat, Verwaltung, Wirtschaft und Politik.

Pater Theodardus sprach den Segen, für gutes Gelingen und beim Rundgang konnte man feststellen, dass eigentlich die Marktbeschicker anwesend waren, die schon immer ihr Können und ihre Erzeugnisse anbieten.

Es gab aber auch Neuigkeiten. Da wurde in einem großen Kessel Apfelkraut gekocht und der Duft zog vom Stand weg und lockte Besucher an. Süddeutsche Bauern machten auf ihre Milchvermarktung mit fairer Milch aufmerksam, gentechnikfrei und gesund. Mit besonderem Lob wurde von den Schützen das aufgebaute alte Sägewerk bedacht, es lieferte nämlich an Ort und Stelle Bohlen und Bretter, um die dreckigsten und matschigsten Stellen und Wege auf dem Gelände zu überdecken.

Im Zelt drängten sich schon bald und dann an auch beiden Tagen die Hungrigen, die unbedingt Panhas, Erbsensuppe oder Reibekuchen probieren wollten.

Hier schleppte ein fürsorglicher Vater ein großes Gebinde mit rotbackigen Äpfeln nach Hause, dort wurde Gemüse geordert und im Atelier hatten die Landfrauen viele Fragen zu beantworten.

Thema dieses Jahres waren Rind und Schwein und die Besucher konnten versuchen, bei einem Puzzle solche Tiere richtig zusammenzusetzen. Es gab auch Probierhäppchen und am Kindertisch wurden Papierschweinchen gebastelt.

Ein Bauernmarkt ohne Tiere ist selbstredend unmöglich. Deshalb sah man nicht nur Alpakas, Kühe, Kälbchen, Hühner, Vögel und Schafe. Hütevorführungen und künstlerische Angebote textiler und anderer Art, selbst Krippen waren im umfangreichen Angebot. Und wer den neuen Wein probieren wollte, konnte am Federweißen und Federroten nicht nur nippen. Ob Blumen oder gepresstes Öl, ob historische Landmaschinen oder frisches Brot und Honig, es war eben alles da und deshalb war der zwöfte Bauernmarkt wieder ein Publikumsrenner, auch wenn die Macher über die Besucherzahlen lieber schweigen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert