Ballons schwingen in Trauben durch Heinsberger City

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Bei der offiziellen Eröffnung der „Oranje City”: Marcus Mesche von der Buchhandlung Gollenstede, Günter Kleinen, Bert Dohmen, Carla Lücht-van der Voorn, Wolfgang Dieder, Stefan Emunds von der Heinsberg-Card und Peter Heinrichs, stellvertretender Vorsitzender des G&V (von links). Foto: Petra Wolters

Heinsberg. „Eine oranje city, die ihren Namen verdient!”, freute sich Günter Kleinen mit Blick auf die orangen Luftballons, die am Freitag überall die Heinsberger Innenstadt schmückten. Der Marketingbeauftragte des Gewerbe- und Verkehrsvereins (G&V) eröffnete die Aktion in der Buchhandlung Gollenstede offiziell.

Gekommen waren dazu neben Bürgermeister Wolfgang Dieder und Wirtschaftsförderer Bert Dohmen auch Künstler und Musiker.

Bereits zum sechsten Mal hatten G&V sowie HeinsbergCard anlässlich des „Koninginnedag” in den benachbarten Niederlanden, der als Nationalfeiertag dem offiziellen Geburtstag der Königin gewidmet ist, in die Kreisstadt eingeladen.

„Mit einer Beteiligung, die um 100 Prozent besser ist als in den Vorjahren”, so das Resümee von Kleinen. Rund 70 der etwa 106 Vereinsmitglieder hatten von dem Angebot Gebrauch gemacht, sich im „Tintenfass” von Josefa Hoffmann kostenlos mit rund 10.000 Luftballons einzudecken und damit ihre Geschäfte zu schmücken. Die Ballons hingen in Trauben über Geschäftseingängen, in Schaufenstern, an Markisen, Plakataufstellern oder Fahnenstangen.

In diesem Jahr hätten sich zudem auch Nichtmitglieder an der Aktion „Oranje City” beteiligen können, so der Marketingbeauftragte, „quasi als Einladungsmodell, Mitglied zu werden”. Eine verlängerte Ladenöffnungszeit bis 20 Uhr war jedoch anders als noch 2009 nicht offiziell favorisiert worden. Dennoch wiesen einige Geschäfte mit eigenen Schildern auf ihre längere Öffnungszeit hin.

Begleitet wurde die Aktion auch dieses Mal mit einer Kunstausstellung. In 17 Geschäften stellten Studenten und Absolventen des Roermonder „Centrum voor de Kunsten” ihre Arbeiten aus. Carla Lücht-van der Voorn, die mit ihren Werken gleich in sechs Geschäften präsent war, nahm auch an der Eröffnungsfeier teil. „Wir sind Nachbarn. Da sollten wir uns doch austauschen”, war die Teilnahme an dieser deutschen Aktion für sie quasi selbstverständlich. Und einen Tipp für die Heinsberger hatte sie auch mitgebracht. Ein Tourismusbüro, das sie erst nach Suchen in der Kreisverwaltung gefunden habe, gehöre unbedingt ins Zentrum der Stadt, forderte sie. Begleitet von der „Inde-River Jazzband”, die wie das Jazzorchester „Muckefuck” aus Neuss für viel Musik in der Stadt sorgte, machten sich die Eröffnungsgäste dann auf den Weg zu einzelnen Ausstellungsorten.

„Hier wird der Geburtstag unserer Königin gefeiert, bei uns nicht”, staunte dabei eine ältere Dame, die zusammen mit ihrer Schwiegertochter aus Stein bei Sittard gekommen war. „Gemütlich, lecker Kaffee trinken, mit Gebäck und natürlich einkaufen”, fassten beide die Vorteile ihres Besuchs in der Kreisstadt zusammen.

Über die vielen orangen Farbtupfer in der Stadt freute sich auch ein Radtourist aus Sittard. Zwei bis drei Mal pro Jahr sei er in Heinsberg, und die Aktion „Oranje City” der Heinsberger zum Koninginnedag kenne er natürlich, erklärte er. „Oranje ist die Farbe für unser Königshaus und natürlich für unsere Fußball-Nationalmannschaft.”

Dass es nicht in allen Geschäften in Orange leuchtete, die in den vergangenen Jahren noch aktiv waren, ärgerte Kleinen aber schließlich doch ein wenig. „Wir brauchen keine Ballons, die Holländer kommen sowieso”, habe ihm am Morgen der Besitzer eines Cafs erklärt, räumte er ein. „Schade, wenn hier die Chance, einmal im Jahr dafür Danke zu sagen, nicht genutzt wird!”
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