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Awacs und Lärmreduzierung: Große Verbesserungen nicht erreichbar

Von: disch
Letzte Aktualisierung:

Kreis Heinsberg. Ein Austausch der Triebwerke an den Awacs-Flugzeugen sei kein Gegenstand von Überlegungen in der Nato, erklärte Wolfgang Saniter, der Umweltbeauftragte des E-3A-Verbandes, als er im Ausschuss für Gesundheit und Soziales im Heinsberger Kreishaus die Landrum & Brown-Studie zu möglichen lärmreduzierenden Maßnahmen rund um den Flugplatz in Geilenkirchen-Teveren vorstellte.

Die derzeitigen Triebwerke seien in einem technisch einwandfreien Zustand und bis 2035 zu nutzen, so Saniter. Ein Triebwerksaustausch würde eine Milliarde Dollar kosten und rund sieben Jahre in Anspruch nehmen. Zudem sei die Produktionslinie für solche Triebwerke eingestellt worden, merkte er an. Der Triebwerksaustausch sei auch nicht Gegenstand der Studie gewesen.

Unter Verweis auf andere Studien wurde dargestellt, dass Schadstoffgrenzwerte nicht überschritten würden, keine regionale Häufung von Krankheitssymptomen festgestellt worden sei und es auch „keine Anzeichen auf Awacs als Krebsursache” gebe. Lärmreduzierende Anflugverfahren würden bereits eingesetzt und optimiert. Am Flugplatz in Teveren gebe es Einzelschallereignisse wie an großen Verkehrsflugplätzen, der Dauerschallpegel sei aber wesentlich niedriger.

Zwar erklärte der Umweltbeauftragte, dass große Verbesserungen nicht erreichbar seien, aber er skizzierte eine Reihe bereits eingeleiteter Maßnahmen. Dazu gehörten die strikte Überwachung der Flugbeschränkungen nachts und an Wochenenden, die Beschränkung der Triebwerksläufe am Boden auf ein absolutes Minimum, die Überwachung der An- und Abflugverfahren, die eingeleitete Modernisierung der Cockpits (um die Einhaltung der Routen zu gewährleisten), die Beschränkung von Übungsanflügen platzfremder Luftfahrzeuge und die Prüfung einer weiteren Verlagerung von Übungsanflügen.

Ein „Upgrade” des Simulators soll zu dessen vermehrter Nutzung für Übungsanflüge führen. Die für Ausbildungs- und Transportflüge genutzten drei Maschinen (TCA) sollen bis 2012 ausgetauscht werden; das Nachfolgemodell steht nach Saniters Angaben noch nicht fest. Eine Verlängerung der Start- und Landebahn in Richtung Osten, sprich in Richtung Geilenkirchen (wie von niederländischer Seite wiederholt gefordert), werde vom Verband nicht in Betracht gezogen.

Wolfgang Saniter verwies auf die Kosten, die sich laut Studie auf 33 Millionen Euro belaufen sollen, möglicherweise aber sogar bis zu 50 Millionen Euro betragen könnten.
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