Geilenkirchen - Awacs-Aufklärer im Einsatz für den Frieden

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Awacs-Aufklärer im Einsatz für den Frieden

Von: val
Letzte Aktualisierung:
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Nach unbestätigten Informationen könnte 2025 im Zug eines sogenannten Systemwechsels die Schließung der Nato-Airbase anstehen. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Die digitale Anzeigetafel sagt, was Sache ist: „Security Alert State A+” steht über der gut gesicherten Eingangspforte zum Nato-Flugplatz. Grund zur Sorge? Eher nicht.

In Wahrheit versetzt der leicht erhöhte Alarmzustand allenfalls das Zivilpersonal in leichte Unruhe, das Militär hat sich bereits gewappnet für den bevorstehenden Einsatz der Awacs-Flugzeuge in Afghanistan. Man gibt sich gelassen.

Die Maschinen der Nato sollen den militärischen Flugverkehr koordinieren und Luftoperationen der internationalen Schutztruppe Isaf unterstützen. Mehr als ein Drittel der Besatzungen der in Geilenkirchen stationierten Frühwarnflugzeuge sind Deutsche. Am Donnerstag hat der Bundestag einer deutschen Beteiligung zugestimmt.

Das Ja der Politik war wohl nur noch reine Formsache. Flughafenkommandeur Oberst Reinhard Mack hatte fest damit gerechnet, dass das Parlament die Entsendung von bis zu 300 Bundeswehrsoldaten billigt. Die Mission diene der Friedenssicherung, von einem Kriegseinsatz sei keinesfalls zu sprechen, betonte Mack.

Die Sorge in der Bevölkerung kann er nachvollziehen: „Es ist immer tragisch, wenn ein Kamerad stirbt”, sagte er auch mit Blick auf die drei jüngst in Afghanistan getöteten deutschen Soldaten. Risiken seien aber „mit unserem Beruf verbunden”.

Stabsfeldwebel Bernd Velling, der als Kommunikationstechniker zu einer der 16-köpfigen Awacs-Besatzungen gehört, sieht das ähnlich: „Einerseits weiß man: Es ist nicht ungefährlich. Andererseits ist man dafür ausgebildet.”

Aussagen über die Dauer des Awacs-Einsatzes in Afghanistan hält Mack für spekulativ. Ein Jahr sei eine ziemlich optimistische Prognose. Bereits Mitte Juni sind zwei der 17 in Geilenkirchen stationierten Flugzeuge auf den vorgeschobenen Einsatzflugplatz des E-3A-Verbandes im türkischen Konya verlegt worden. Jetzt wartet man auf Überfluggenehmigungen von Staaten zwischen der Türkei und Afghanistan. Dann kann es losgehen.
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