Autobranche: Stimmung verbessert, Rentabilität nicht

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Im Juni wurden in Deutschland wieder mehr Autos verkauft. Grund ist die Abwrackprämie.

Kreis Heinsberg. Die Halbjahresbilanz des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes für den Neuwagenmarkt macht trotz 40 Prozent Plus bei den Pkw-Neuzulassungen im Juni den Blick für die zukünftige Normalität des Automarktes frei. Der Branchenverband der Autohäuser und Werkstätten sprach von einer „Atempause durch den Baby-Boom”.

Die Euphorie der Umweltprämie werde jetzt einem automobilen Alltag weichen. Die hohen zweistelligen Zuwächse vor allem in den kleinen, prämienbegünstigten Fahrzeugsegmenten hätten der Branche im ersten Halbjahr zwar „ein wenig Luft verschafft”, doch sei die Abwärtsspirale beim Diesel und den oberen Fahrzeugsegmenten einschließlich Transporter und Lkw, unverändert heftig.

Heinz-Georg Overbeck, Obermeister der Innung für das Kraftfahrzeuggewerbe Heinsberg, sagte, die „Prämie hat die Stimmung verbessert, die Rentabilität nicht”.

Das gute Zulassungsergebnis mit 2.060.000 Neuwagen im ersten Halbjahr (plus 26 Prozent) habe die Rendite nicht verbessern können. Sie liege unverändert an der Null-Linie. Der im bisherigen Jahresverlauf deutlich abnehmende Auftragseingang mit aktuell über 30 Prozent zeige, in welchem Maße sich die Nachfragedynamik verändert habe.
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