Ausstellung porträtiert neun Frauen mit Migrationshintergrund

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Bei der Eröffnung der Wanderausstellung zum Thema „Frauen im Kreis Heinsberg: Verschiedene Herkunft - gemeinsame Zukunft!?” im Kreishaus: Landrat Stephan Pusch und die Gleichstellungsbeauftragten Susanne Knorr vom Kreis Heinsberg und Petra Hudler (r.) von der Stadt Hückelhoven. Foto: Petra Wolters

Kreis Heinsberg. 21.000 Menschen mit einer sogenannten Zuwanderungsgeschichte leben derzeit im Kreis Heinsberg. Sie stammen aus mehr als 130 verschiedenen Staaten. Etwa die Hälfte von ihnen ist weiblich.

Die Frauen sind aus ganz unterschiedlichen Gründen in den Kreis gekommen: wegen politischer Verfolgung, aus beruflichen Gründen oder auch der Liebe wegen. Porträts in Text und Fotos von neun Frauen aus acht Ländern hat die Stabsstelle Frauenförderung und Gleichstellung des Kreises Heinsberg im vergangenen Jahr anlässlich des Frauentags in einer Broschüre veröffentlicht. „Frauen im Kreis Heinsberg: Verschiedene Herkunft - gemeinsame Zukunft!?” lautet der Titel.

Die Frauen aus Burundi, Türkei, Griechenland, Zypern, Sri Lanka, Russland, Iran und China berichten über ihren Alltag und den Kontakt mit Nachbarn und Institutionen. Sie beschreiben ihre Wahrnehmung der kulturellen Unterschiede sowie ihr Bemühen, die eigene Kultur in der neuen Heimat zu bewahren, und sie bewerten ihre Integration sowie die ihrer Kinder.

„Auch über den Frauentag hinaus sollen die Geschichten der Zuwanderinnen nachhaltig für mehr Verständnis und Miteinander sorgen”, beschrieb Susanne Knorr, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises, bei einem Pressegespräch die Zielsetzung der Ausstellung, in der diese neun Porträts jetzt einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen. Sie gebe „dem Begriff Integration buchstäblich Gesichter”, betonte sie anlässlich der Eröffnung im Bürger-Service-Center im Kreishaus, zu der auch Landrat Stephan Pusch gekommen war.

Die Unterschiedlichkeit von Menschen biete Chancen und sei gleichzeitig eine Herausforderung, insbesondere in Bezug auf sprachliche Integration, Bildung, Beruf und frauenpolitische Ziele. „Darum will die Ausstellung Mut machen, Verständnis für fremde Kulturen schaffen und an Beispielen darstellen, dass das Miteinander auf der persönlichen Ebene im Kreis Heinsberg gelebt wird”, betonte er. Denn Integration lebe vom Dialog.

Da wolle die Ausstellung Impulse setzen und zur Reflexion anregen. „Denn wenn im Sinne des Ausstellungstitels für Menschen mit verschiedener Herkunft eine gemeinsame Zukunft geschaffen werden soll, werden uns die Themen Zuwanderung und Integration zukünftig dauerhaft begleiten”, so der Landrat.

Begleitet wird die Ausstellung von einem „Wunschbaum”, auf dem die Ausstellungsbesucher ihre aufgeschriebenen Wünsche und Anregungen aufkleben können. Diese werden dann von der Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis ausgewertet und sollen in die weitere Arbeit einfließen.

Ausstellung im Bürger-Service-Center

Noch bis 20. Februar ist die Ausstellung im Bürger-Service-Center des Kreishauses in Heinsberg an der Valkenburger Straße45 zu sehen.

Mitte März soll sie für drei Tage in der Erkelenzer Leonhardskapelle gezeigt werden. Danach können Beratungseinrichtungen, Vereine, Schulen oder auch Unternehmen sie kostenfrei für maximal sechs Wochen ausleihen.

Informationen und Anmeldungen: Sabine Koldeweyh, 02431/8065668, E-Mail-Adresse: koldeweyh@act4u.de.
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