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Ausschuss stimmt Plänen zum Bau der B221n zu

Von: Rainer Herwartz
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Lkw dürfen die Wurmstraße schon jetzt offiziell nur noch als Anlieger befahren, bald soll der Durchgangsverkehr für Kraftfahrzeuge grundsätzlich entfallen. Foto: Rainer Herwartz

Heinsberg. Für Heinsberg im Allgemeinen und für Unterbruch im Speziellen ist der Neubau der Bundesstraße 221n zweifellos ein Meilenstein im Hinblick auf die Verkehrssituation.

„Man kann mit ruhigem Gewissen sagen, dass wir uns schon seit 30 Jahren mit dieser Straße befassen”, erklärte denn auch Bürgermeister Wolfgang Dieder in der Sitzung des Planungs- und Verkehrsausschusses. Die Rede ist vom Neubau der Bundesstraße 221n, der Umgehung Unterbruch zwischen der Kreisstraße 5, nordöstlich von Heinsberg, und der Landstraße 17 zwischen Wassenberg und Hückelhoven-Ratheim.

Der vorgelegten Planung des Landesbetriebs Straßenbau wurde von den Ausschussmitgliedern einhellig zugestimmt. Es sei eine Hauptschlagader für die Entwicklung der Stadt, meinte Dieder. „Es wird höchste Zeit, dass diese Straße endlich kommt, auch im Interesse der Bürger aus Unterbruch.”

Dem konnte Ortsvorsteher Josef Hansen (CDU) nur zustimmen. „Die Lage ist ernst in Unterbruch. Von Lebensqualität an der Wurmstraße kann nicht gesprochen werden”, beklagte er das hohe Verkehrsaufkommen, das ihn selbst vor sechs Jahren habe resignieren und von dort fortziehen lassen. Trotz der zu begrüßenden Planung bezeichnete er den Umstand als Wermutstropfen, dass im Bereich Wurmstraße auf eine Lärmschutzwand verzichtet werden solle.

Der geplante „Flüsterasphalt” sei zwar mit Löchern versehen, die den Lärm nach unten absorbierten, aber innerhalb von nur sechs Jahren hätten sich diese zugesetzt und in zwölf Jahren sei der Belag wahrscheinlich völlig hinüber.

Der Landesbetrieb Straßenbau hatte zur Feststellung der Schutzbedürftigkeit der Anlieger eine Schallschutzberechnung erstellt mit einer Prognose-Verkehrsbelastung für das Jahr 2020. Unter Berücksichtigung der lärmmindernden Straßenoberfläche ergab sich, dass Lärmschutzmaßnahmen derzeit nicht erforderlich seien. Der Landesbetrieb ging allerdings bei der Einstufung der Wurmstraße und der Straße „Alte Schmiede” von einem Mischgebiet aus Wohnbebauung und Gewerbe aus.

Nach Auffassung der Stadt eine Fehleinschätzung. Daher soll er aufgefordert werden, die Immissionsberechnung zu überprüfen. Auf Initiative von Helmut Frenken (CDU) aus Oberbruch wird der Bereich Deichstraße in Oberbruch in die Forderung mit aufgenommen. „Man sollte auf alle Fälle darauf drängen, dass das Gebiet als reines Wohn- und nicht als Mischgebiet angesehen wird”, unterstrich Hansen.

Laut Planung wird die B221n in Hochlage von der Anschlussstelle im Gewerbegebiet Heinsberg aus über die Wurm geführt. Der Knotenpunkt Deichstraße, Alte Schmiede und Wurmstraße wird mit einem Brückenbauwerk in etwa sechs Metern über Geländeniveau überquert und dann in Dammlage weitergeführt bis zur Stadtgrenze. Die Wurmstraße wird von dem Knotenpunkt abgebunden, um sie vom Durchgangsverkehr zu entlasten. Für Fußgänger und Radfahrer ist ein Wegeanschluss vorgesehen. Die Rur und die Ruraue werden durch weitgespannte Brückenbauwerke überführt.
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