Ausgeprägte Harmonie besonders bei den leiseren Tönen

Von: Bodo Strickstrock
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Erkelenz. 600 Personen fasst die Bestuhlung in der Erkelenzer Stadthalle und es gab keinen freien Platz mehr beim Konzert des Gospelchores RejoiSing am Samstag.

Der inzwischen bundesweit auftretende Chor wartete mit zwei Neuerungen auf: So hatte er nicht nur seine Band mit Keyboards, Gitarre, Bass und Schlagzeug dabei, die auch noch mit von einer Bläsergruppe verstärkt wurde. Chorleiter Martin Fauck präsentierte außerdem mit seinen 38 Sängerinnen und Sängern ein „runderneuertes” Programm von 18 englischsprachigen Titeln, die sowohl a capella als auch zusammen wechselnd mit oder ohne Bläser und Band vorgetragen wurden.

Fauck war gleich in mehreren Funktion aktiv. Er leitete nicht nur den Chor, sondern sorgte auch noch am Keyboard für die passenden Töne. Unterstützt wurde er von Jan-Rudolf Eberl an der E-Gitarre, Thomas Kremers am E-Bass und Gero Stoffels am Schlagzeug. In der Bläsergruppe wirkten Didier Dhont und Markus Bartz mit der Trompete und Sebastian Schaber an der Posaune mit.

Bemerkenswert bei diesem Konzert in der ebenfalls „runderneuerten „Stadthalle”, mit dem der Gospelchor schon traditionell seinen neuen Konzertsaison eröffnet: Jedes einzelne Lied war bis in die letzte Choreografie einstudiert und wurde völlig ohne Notenblattunterstützung gesungen.

Bemerkenswert auch das Engagement und die vielen Solisten, die in unterschiedlicher Zusammensetzung auftraten und mit dem Chor zu einer Einheit fanden, ehe sie wieder in die Gruppe zurückkehrten. Vornehmlich bei den a-capella-Stücken kamen einzelne Stimmen besonders zur Geltung. Für größte Begeisterung sorgten dabei „Mamaliye” (Sing Afrika sing, tanz, Afrika, tanz!) und der Gospelsong „Down to the river to pray”.

Mit sehr viel Beifall wurde vom Publikum auch der Kurzauftritt von beets„n„berries bedacht. Diese Formation wird im Dezember dieses Jahres wieder zusammen mit RejoiSing in Hückelhoven konzertieren, nachdem das erste „Experiment” im letzten Jahr einen beachtlichen Erfolg hatte.

Bemerkenswert war vor allem aber der Erfolg für das Erkelenzer Hospiz. Denn der Chor um Martin Fauck spendete auch in diesem Jahr wie schon nach den vergangenen Jahren die Hälfte des Reinerlöses für diese Institution.

Der Chor zeigte durchaus, dass er auch leisere Töne anschlagen kann, bei denen die Harmonie besonders ins Ohr ging. Ob aber die Lautstärke, wie oft an diesem Abend, von mehr als einem Dutzend Mikrofonen eingefangen, beim Gospelgesang unumgänglich ist, bleibt wohl Geschmacksache. Einige Male war sie sehr grenzwertig und ging der Hörgenuss dabei verloren.

Wie bei RejoiSing fast schon die Regel, sprang der Funke aufs Publikum schnell über, es wurde mitgeklatscht und besonders beim „Bless the Lord” hielt es keinen Zuhörer mehr auf seinem Sitz.

Wenn auf die Mischung gewöhnungsbedürftig war, so gefiel sie offensichtlich den meisten Zuhörern, wie schließlich der lang anhaltende Beifall zeigte, der den Gospelchor bei seinem Heimspiel geradezu nötigte, mit einer Zugabe das Konzert zu verlängern.
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