Aus zwei mach eins: Fusion der Hauptschulen in Hückelhoven

Von: Norbert F. Schuldei
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Hückelhoven. Hückelhoven ist nichts Besonderes: Auch hier sinken die Zahlen der Schüler an den Hauptschulen. Dafür gibt es verschiedene Gründe, auch, weil seit dem Schuljahr 2011/2012 die Gesamtschule im Schulzentrum Ratheim ihre Arbeit aufgenommen hat.

Die sinkenden Schülerzahlen an der Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Hauptschule und der Hauptschule In der Schlee jedenfalls sind so drückend, dass der Stadt als Träger der beiden Hauptschulen nichts anderes übrig bleibt, als beide zu einer Schule zusammen zu schließen. Damit haben sich alle Beteiligten abgefunden und als Datum für die Umsetzung dieser Fusion das Schuljahr 2013/14 genannt.

So eine Fusion geht nicht holterdipolter über die Bühne, da gibt es eine ganze Reihe von Fragen. Die teilweise zumindest allerhand Sprengstoff in sich bergen. Zum Beispiel: Die Hauptschule In der Schlee wird als gebundene Ganztagsschule geführt, die Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Hauptschule ist als Halbtagsschule mit Nachmittagsangebot bis 15 Uhr im Rahmen des Programmes „Geld oder Stelle” organisiert. Aus Sicht des Lehrerrates der Carl-Friedrich-von- Weizsäcker-Schule sollte die künftige gemeinsame Hauptschule in Teilen auch als gemeinsame Halbtagsschule geführt werden.

Das können sich die Pädagogen wahrscheinlich abschminken: „Dieser Wunsch kann nach Auffassung des Schulträgers und nach Rücksprache mit der Schulaufsicht nicht erfüllt werden”, hieß es am Donnerstagabend in der Sitzung des Schulausschusses. Die künftige gemeinsame Hauptschule wird wohl als Ganztagshauptschule organisiert und betrieben werden müssen. „Dies”, sagt Schuldezernent Helmut Holländer, „wird insbesondere bei der Bemessung der Lehrerstellen von entscheidender Bedeutung sein”.

Eine weitere Frage ist die nach dem Platz: Wahrscheinlich nämlich können nicht alle Schüler der künftigen Hauptschule im Gebäude In der Schlee untergebracht werden. Für die Dauer eines Schuljahres werden dort wohl Container aufgestellt werden müssen.

Aus Sicht der Eltern und Schüler stellen sich derzeit noch weitere Fragen. Zum Beispiel:

- Wie wird die künftige Lehrerversorgung der fusionierten Schule aussehen?

- Welche Lehrer werden von der Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Hauptschule an die künftig fusionierte Hauptschule wechseln?

- Bleiben die Klassenverbände wie sie sich heute ergeben bestehen oder werden neue Klassenverbände aus den Schülern gebildet?

Für eine Reihe von Fragen hat man indes schon die passenden Antworten gefunden. So soll die Schulsozialarbeiterin der Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Hauptschule in die fusionierte Schule übernommen werden; auch das naturwissenschaftliche Konzept dieser Schule wird in die gemeinsame Schule eingebracht; Türkisch als zweite Fremdsprache, wie an der Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Hauptschule praktiziert, wird in jedem Fall weitergeführt.

„Es ist ein schwieriger Weg, es gilt unterschiedliche Strukturen zu regeln”, sagt Helmut Holländer. „Aber alle Beteiligten sind engagiert bei der Sache, Lösungsmöglichkeiten zu finden”.
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