Heinsberg-Oberbruch - Aus Papas Garage zu den Sterneköchen

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Aus Papas Garage zu den Sterneköchen

Von: defi
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Zufriedene Gesichter bei den O
Zufriedene Gesichter bei den Ottos (v.li.): Vater Heinz-Jürgen, Wolfgang, Dan Morgan (gehört mit zur Familie), Stephan, Mutter Ingrid und Michael.

Heinsberg-Oberbruch. Eigentlich wollten die drei aus Grebben stammenden Brüder Stephan, Wolfgang und Michael Otto „nur was zusammen machen”. Das war vor etwa zehn Jahren. Aus dem vagen Plan, die berufliche Zukunft irgendwie gemeinsam zu gestalten, wurde „Otto Gourmet”.

Die drei Unternehmer starteten mit Firmensitz in Papas Garage in Grebben. Eine Rufumleitung des elterlichen Telefonanschlusses bescherte ihnen die erste eigene Telefonverbindung.

Heute macht „Otto Gourmet” Millionen-Umsätze, und zwar mit dem Internethandel von Fleischprodukten der Spitzenklasse. „Otto Gourmet” sind in Deutschland die führenden Fleischexperten. Acht von neun Drei-Sterne-Köchen, die es deutschlandweit gibt, kochen mit ihren Produkten. Mit Partnern, Freunden und Kunden feierten Stephan, Wolfgang und Michael Otto nun die Eröffnung ihres Fleischkompetenzzentrums im Industriepark Oberbruch.

Hinter der Fassade eines der alten Backsteingebäude, erreichbar durch Tor 1 des IPO, ist eine moderne Location entstanden, die es so in der Region kein zweites Mal gibt. Neben den Büroräumen für die 23 Mitarbeiter gibt es eine hochwertig eingerichtete Showküche und einen großen Outdoor Cooking- und BBQ-Bereich. Kulinarisch verwöhnt wurden die 500 Partygäste am Eröffnungsabend von den Sterneköchen Kolja Kleeberg und Stefan Marquard sowie vom „Otto Gourmet”-Küchenteam unter der Leitung von Spitzenkoch Nils Jorra. Wolfgang Otto schilderte den Gästen der Eröffnungsparty in seiner Begrüßungsrede den Werdegang des Unternehmens.

Auf die Geschäftsidee brachte die Brüder ein Freund. „Schaut Euch doch mal den Fleischhandel im Internet an”, riet er ihnen. Der gute Rat wurde nach Sondierung des Marktes in die Tat umgesetzt. Fleischprodukte der Extraklasse landeten bald in Papas Garage und wurden auf dessen Werkbank kommissioniert.

Auf der Suche nach dem geeigneten Fleischlieferanten waren die Brüder auf die Morgan Ranch im amerikanischen Nebraska gestoßen. Dan Morgan betreibt die Ranch, die seit vier Generationen in Familienbesitz ist. Er gilt als der erfolgreichste Rinderzüchter der USA. Sein Spitzenprodukt ist das Wagyu Beef, keine Hormone, keine Steroide. Irgendwie muss die Chemie zwischen den Geschäftspartnern gestimmt haben. „Otto Gourmet” durfte Dan Morgans Produkte exklusiv in Deutschland vertreiben, tut es inzwischen sogar europaweit. Wolfgang Otto: „Ohne Dan wären wir heute nicht da, wo wir sind. Dan gehört inzwischen zur Familie.”

Ein weiteres „Familienmitglied” ist Stefan Marquard. Zusammen mit dem Sternekoch reisten die Ottos zu Beginn ihrer Geschäftskarriere nach London, im Köfferchen Wagyu-Proben der Morgan-Ranch. Stefan Marquard öffnete die Türen zur Londoner Top-Gastronomie. Wolfgang Otto: „Nach der Verkostung dort war uns klar, dass wir ein Spitzenprodukt haben.” „Otto Gourmet” war auf einem guten Weg. Wolfgang Otto: „2007 hatten wir es geschafft. Wir konnten unser erstes eigenes Büromöbel kaufen, einen Schreibtisch.”

2008 veranstalteten die Brüder die erste „Perfect Meat Academy”, die auch im neuen Fleischkompetenzzentrum regelmäßig angeboten wird. An die Anfänge, als Vater und Mutter noch eigenhändig die Pakete packten und jedes mit einem Zweig Rosmarin dekorierten, erinnern sich die Brüder noch gut. In diesem Jahr gehen 30.000 Pakete an Kunden raus, die übers Internet oder per Katalog ihre Bestellungen tätigen. 1500 Gastronomie-Betriebe beliefert „Otto Gourmet” europaweit, davon 70 Prozent Sterne-Gastronomie.

Grund genug zu feiern gab es also bei der Eröffnungsparty des neuen Firmensitzes. Michael Otto: „Das war eine gelungene Party. Wir hatten sehr schöne Feedbacks unserer Gäste. Auch die Polizei schaute zweimal vorbei. Die letzten gingen morgens um sechs.” „Krüger rockt!” spielte auf - und was gab es zu essen?

Schlange standen die Gäste für Stefan Marquards Tepanyaki Cut. Berliner Mini-Blutwurst auf Linsen-Brotsalat gab es bei Kolja Kleeberg. Hauskoch Nils Jorra bot geschmorte Short Ribs vom Wagyu auf Selleriepüree an und darüber hinaus noch vieles mehr, was des Gourmets Herz erfreut.
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