Aus für Bürgerinitiative gegen Bergschäden?

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Wassenberg. Auch nach zwei Mitgliederversammlungen im Juni und Juli bleibt das Schicksal oder die Wirksamkeit der „Bürgerinitiative gegen Bergschäden” zumindest ungewiss.

In der jüngsten Mitgliederversammlung, in der nicht die Auflösung des Vereines, sondern seine Fortführung mehrheitlich beschlossen wurde, trat der gesamte amtierende Vorstand mit seinem Vorsitzenden, Dipl. Ing. Wilfried Vieten, mit sofortiger Wirkung zurück.

In einer weiteren Versammlung am Freitag, 10. September, 19.30 Uhr, in der „Rennbahn” in Wassenberg-Oberstadt, sollen nun die Weichen endgültig gemäß Beschlussfassung vom 14. Juli neu gelegt werden.

Schon in der Versammlung am 14. Juli und erst recht im Nachgang zeichnete sich ab, dass es nicht sein könne, die sehr erfolgreiche Arbeit des Vereinsvorstandes in den fünf Jahren seit der Gründung völlig zum Erliegen kommen zu lassen. „Man kann stolz sein, dass die Einrichtung der Essener Schiedsstelle Wirklichkeit geworden ist”, so der Tenor, Nur die gemeinsam gebündelten Aktivitäten vieler Bürgerinitiativen hätten den bisherigen Erfolg ermöglicht.

Mit dieser „vernetzten” Zusammenarbeit der Bürgerinitiativen müsse der Kampf gegen die ablehnende Haltung der Bergbaubetreiber gegenüber Bergbaugeschädigten zielstrebig weitergeführt werden. Rechtsanwalt Spelthahn aus Jülich, Beitragsmitglied der Bürgerinitiative Wassenberg, und Mitglied Hans-Gerd Linneweber vom Jülicher Netzwerk vertraten einmütig diese Meinung, der sich auch eine Reihe Versammlungsmittglieder anschloss. Es müsse auch, so hieß es weiter, ernsthaft die Frage geprüft werden, ob die hiesige Wassenberger Bürgerinitiative eventuell zu gegebener Zeit in das „Netzwerk Bergbaugeschädigter e.V. des Rheinischen Braunkohlenreviers” überführt werden soll.

Die anwesenden bisherigen Vorstandsmitglieder erklärten, dass sie ihre Arbeit in der BgB Wassenberg als endgültig beendet ansehen. Vieten äußerte eine gewisse Hoffnung auf eine Neubildung des Vorstandes, da sich in der Zwischenzeit einige Mitglieder interessiert gezeigt hätten. Spelthahn setzte ein deutliches Zeichen für eine Neubildung des Vorstandes, indem er sich bereit erklärte, für eine Übergangszeit von drei bis fünf Monaten den Vorsitz zu übernehmen.
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