Kreis Heinsberg - Aus für Bildungszentrum der Caritas-Werkstatt

CHIO-Header

Aus für Bildungszentrum der Caritas-Werkstatt

Letzte Aktualisierung:

Kreis Heinsberg. Mit den erheblichen Kürzungen der Mittel für Eingliederungshilfen für arbeitslose Menschen ist es zu wesentlichen finanziellen Einschnitten gekommen. Leidtragende der Schließung des Caritas-Bildungszentrums sind Mitarbeiter und Maßnahmenteilnehmer.

„Wir müssen das Bildungszentrum der Caritas-Werkstatt aufgeben.” Wie Gottfried Küppers, der Geschäftsführer des Caritasverbandes für die Region Heinsberg, und Pfarrer Winfried Müller, der Erste Vorsitzende des Caritasverbandes, am Dienstag bekannt gaben, gebe es keine andere Möglichkeit. „Die Entscheidung tut weh”, betonte Müller. Denn im Bildungszentrum sei hervorragende Arbeit geleistet worden.

Das vor fünf Jahren eröffnete Bildungszentrum in Heinsberg an der Schützenstraße versuchte nach Angaben der Caritas, insbesondere jungen langzeitarbeitslosen Menschen mit Orientierung, Qualifizierung und gezielten Schulungen auf dem Arbeitsmarkt eine Perspektive zu bieten.

Die Maßnahmen seien erfolgreich durchgeführt worden und hätten zu einer guten Vermittlungsquote geführt. Belegt worden seien die Maßnahmen von der Agentur für Arbeit und dem Job-Center (ehemals Arge).

Mit den erheblichen Kürzungen der Mittel für Eingliederungshilfen für arbeitslose Menschen seit dem letzten Jahr sei es aber auch zu wesentlichen finanziellen Einschnitten für das Bildungszentrum gekommen. In den letzten Jahren seien viele Maßnahmen ausgelaufen, erklärte Küppers.

„Von ursprünglich zehn Maßnahmen in den Jahren 2009 und 2010 gibt es derzeit nur noch drei.” Sie umfassten Qualifizierungen in den Bereichen Holz, Lackierer und Maler sowie Metall, Dienstleistungen im Hotel- und Gaststättensektor, aber auch die Vermittlung und Begleitung von sogenannten Ein-Euro-Jobbern.

Der Caritasverband könne die Fortführung ohne Zuschüsse nicht bewältigen. Es gebe einfach zu wenig Maßnahmen, um die Strukturen erhalten zu können, so Küppers weiter. Zudem würden sich weitere Kürzungen abzeichnen. „Eine positive Veränderung ist leider nicht in Sicht.”

Die Leidtragenden der Schließung, die bis zum Ende des Jahres vollzogen sein soll, seien die Mitarbeiter (neun) und die Maßnahmenteilnehmer (zirka 35), sagte Küppers. Man versuche adäquate Beschäftigungen für die betroffenen Mitarbeiter innerhalb des Caritasverbandes zu finden.

Dennoch könne er nicht ausschließen, dass der ein oder andere Mitarbeiter entlassen werden müsse. Es sei zu hoffen, dass den Maßnahmeteilnehmern ermöglicht werde, die Maßnahmen zu Ende zu führen. Wie und in welcher Form, dies würden die nächsten Wochen zeigen.

„Wenn wir jetzt nicht handeln, ist die gesamte Werkstatt mit den Fairkaufhäusern und der Garten- und Landschaftspflege gefährdet”, betonte Küppers.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert