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Aus der Nuon Heinsberg AG wird die Alliander Netz Heinsberg AG

Von: Rainer Herwartz
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Jakob Wöllenweber, Vorstand der Alliander AG in Deutschland, setzt auf intelligente Netze für die Zukunft der Energieversorgung. Foto: Rainer Herwartz

Heinsberg-Oberbruch. Erst am Dienstagabend stand der neue Name wirklich fest. Aus der Nuon Heinsberg AG wird die Alliander Netz Heinsberg AG. Sie ist eine Tochter der insgesamt 120 Mitarbeiter zählenden Alliander AG Deutschland mit Sitz in Berlin, und diese wiederum gehört zu 100 Prozent der niederländischen Alliander n.v..

Die Umfirmierung, die auf einer durch die EU vorgeschriebenen Entflechtung auf dem Energiesektor beruht, bedeute nicht bloß einen neuen Namen für ein altes Unternehmen, sondern die Umsetzung der Trennung von Netzbetrieb auf der einen und Erzeugung sowie Vertrieb von Strom auf der anderen Seite, erläutert Jakob Wöllenweber, Vorstand der Alliander AG in Deutschland.

Ziel der Neuerung sei ein regulierter Netzzugang, der den Wettbewerb fördere, Transparenz und Fairness in der Preisgestaltung biete und allen Anbietern von Strom gleichermaßen offen stehe. „Alliander hat als einziges Energieunternehmen in Deutschland diese Forderungen der EU bereits konsequent und vollständig umgesetzt”, meint Wöllenweber. „Wie bisher versorgen wir unsere Kunden in Heinsberg auch in Zukunft zuverlässig und sicher mit Energie. Hierbei ist es unerheblich, von welchem Lieferanten die Kunden ihren Strom beziehen, denn unser Netz steht für jeden Lieferanten offen.”

Im Klartext bedeutet dies, dass auch Nuon Deutschland mit ihrem Angebot nur ein Anbieter von vielen ist und die Alliander AG hier keine Priorität setzt. „Wir sind ein unabhängiger Netzbetreiber im kommunalen Verbund mit der Zielsetzung, auch die Weiterentwicklung der intelligenten Netze zur Reduzierung des Energieverbrauchs und die Einspeisung von Energie aus dezentraler Erzeugung voranzutreiben.”

Damit das Heinsberger Netz auch auch für die Versorgung mit umweltfreundlichen Energien von morgen gerüstet sei, werde es weiter optimiert. „So konnte Alliander bereits mehrere Blockheizkraftwerke, Photovoltaiksysteme und Biomasseanlagen an das Netz in Heinsberg anschließen.” Weitere dezentrale Erzeugungsanlagen würden folgen.

„Durch die Zunahme dezentraler Energien, auf die zum Beispiel auch der Brennstoffzellenhersteller CFCL am Standort Oberbruch setzt, werden intelligente Netze immer mehr benötigt.” Intelligent bedeutet in diesem Zusammenhang die Fähigkeit, Strom nicht nur von einem großen Erzeuger zum Endverbraucher fließen zu lassen, sondern überschüssigen, im privaten Haushalt erzeugten Strom in die andere Richtung.
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