Hückelhoven - Aus dem alten Friedhof wird der Schalom-Park

Aus dem alten Friedhof wird der Schalom-Park

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Freude über die Namensgebung und das neue Schild herrscht bei (v.l.n.r.): Pfarrer Frank Mischnick, Bürgermeister Bernd Jansen, Pfarrerin Irene Schlawin und Bauamtsleiter Wolfgang Müller-Dick.

Hückelhoven. Es gab einige Diskussionen und unterschiedliche Vorstellung, bis endlich im Juni 2010 der evangelische Friedhof an Parkhofstraße und Haagstraße in Hückelhoven umgestaltet wurde. Rund 445000 Euro wurden in eine begehbare Grünanlage im Herzen der Stadt investiert.

Ein bereits im August 2003 zwischen der evangelischen Kirchengemeinde und der Stadt Hückelhoven geschlossener Vertrag, hatte zum Ziel, innerhalb von zehn Jahren den alten evangelischen Friedhof in eine für die Öffentlichkeit zugängliche Grünfläche umzubauen. Mit der feierlichen Übergabe letzten Sommer durch Bürgermeister Bernd Jansen an Pfarrer Frank Mischnick wurde dieses Ziel eindrucksvoll erreicht.

Neben der zeitlichen Vorgabe regelte der Vertrag auch die Tatsache, dass für die neue Anlage ein gemeinsamer Name gefunden werden musste. Jetzt haben sich alle Beteiligte auf einen Namen verständigt: Der neu gestaltete evangelische Friedhof heißt Schalom-Park. Der biblische Begriff Schalom bedeutet zunächst Frieden, Heil und Unversehrtheit. Gemeint ist damit auch Sicherheit, Ruhe und Gesundheit. Seit den Zeiten der Bibel ist Schalom ein zentrales Wort im Judentum.

Der Begriff ist mitunter der gängigste Gruß unter Juden. Die Grundbedeutung von Schalom ist Wohlsein und Wohlbefinden im Sinne von leiblicher Gesundheit, Wohlstand und Zufriedenheit bereits zu Lebzeiten.

Pfarrer Frank Mischnick von der evangelischen Kirchengemeinde meint dazu: „Schalom ist sozial orientiert. Dies meint: Wohlsein für Gottes gesamte Schöpfung bis hin zu persönlichem Wohlbefinden im Sinne von Gerechtigkeit erfahren und Heil über den Tod hinaus. Der Kirchengemeinde ist es wichtig, mit dem Namen Schalom-Park an die Bedeutung von Schalom für die Menschen in Hückelhoven anzuknüpfen. Gottes Schalom gilt allen Menschen und sein Schalom reicht über den Tod hinaus. Auch hier sagt dieser Name für einen Friedhof aus, dass Gottes Schalom allen bis in Ewigkeit gilt. Gottes Schalom verbindet so auch die Lebenden mit den Toten.”
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