Hückelhoven - Augen- und Ohrenschmaus für Liebhaber der Blasmusik

Augen- und Ohrenschmaus für Liebhaber der Blasmusik

Von: bast
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Hückelhoven. Der Musikverein Eintracht aus Birgelen ist immer für eine Überraschung gut. Das 43.Winterkonzert, das 20. In der Hückelhovener Aula, bot einen Augen- und Ohrenschmaus für die Liebhaber der Blasmusik.

Dabei schlug das Programm außergewöhnlich geschickt von der Operette über ein musikalisch umgesetztes Sturmereignis, jüdische Musik, einem Tribut an den Jazzer Lionel Hampton, Andrew Lloyd Webber bis zu einem konzertanten Marsch einen Bogen, der die große Variationsbreite des Orchesters unter der Leitung von Jan van Hulten demonstrierte.

Ehe die „Großen” ihr Können zeigten, bewiesen die 26 Mitglieder des Jugendorchesters unter der Leitung von Michael Dilsen mit drei Beiträgen, dass auch sie längst auftrittsfähig sind. Hier machen sich die schulische Instrumentalausbildung, die musikalische Früherziehung und die Tatsache, dass in Birgelen erfolgreich die Liebe zur Musik geweckt wird, besonders positiv bemerkbar.

Der Vorsitzende Frank Kämpfer konnte natürlich in der proppenvollen Aula die erwartungsfrohen Menschen begrüßen und zahlreichen Dank aussprechen. Dann führte Ruth Jansen mit jeweils erklärenden Anmerkungen durch das Programm. Franz von Suppé in einem Arrangement von Wil van der Beeck aus der komischen Operette „Das Pensionat” war der Auftakt zu der folgenden furiosen sinfonischen Dichtung des 1967 geborenen Otto M. Schwarz, der an der Musikhochschule Wien studierte und zahlreiche Film- und Blasmusiken schrieb. Die Zuhörer wurden durch Musik, Licht- und Geräuscheffekte eindringlich an den Jahrhundertsturm 2007 erinnert, dessen Name Kyrill auch die musikalische Verarbeitung trägt.

Nach einem Medley des Komponisten am Broadwaytheater Jerry Herman im Arrangement des Japaners Nahiro Iwai wurde die Musik „jiddisch”. Johan de Meij, 1953 im niederländischen Voorburg geboren , schrieb 2002 die „Klezmer Classics”, deren fünf Teile in sehr unterschiedlicher Form jüdische Geschichte erzählt. Hier glänzte, um nur eine Solistin des ersten Konzertteiles zu nennen, Silke Dilsen mit ihrer Klarinette, Ehefrau des Dirigenten vom Jugendorchester.

Und furios ging es im nächsten Teil des Abends weiter. Der 1942 geborene belgische Komponist und Professor für Harmonielehre am Konservatorium Brüssel, André Waignein, hatte in seinem Tribut für den großen Jazzmusiker Lionel Hampton ein Vibraphonsolo geschrieben, das hervorragend von Anke Decker und ihrem Lehrer Kai Stoffels gespielt und vom Orchester einfühlsam begleitet wurde.

Den „vorläufigen” Abschluss bildeten Kompositionen des aus Friedland stammenden Thijs Oud und ein Marsch von Peter Riedmann. Als Gast unterstützte Martin Fauck das Orchester am Synthesizer.

Die Zuhörer ließen keine Ruhe und so gab es noch ein Paul-Linke-Medley „Berliner Luft” und den Oldie „Ich brauche keine Millionen” von Peter Kreuder in einer Fassung für Blasorchester.

Erst nach drei Stunden hervorragenden Musikgenusses durften die Orchestermitglieder ihre Instrumente einpacken.

Auf die nächsten Ereignissen im Mai mit dem Birgelener Waldfest, dem Musiksommer in Wassenberg im August und „Gospel meets Harmony” in der Stadthalle Erkelenz im Oktober können sich die Musikliebhaber aber jetzt schon freuen.
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