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Auch im Karneval wichtig: Jugendschutz!

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Die Mahnung von Kreispolizeibehörde, aber auch von Jugendämtern und Ordnungsämtern in der Karnevalszeit an alle Kinder, Jugendliche und Erwachsene: „Voll angeschmiert - Alkohol macht wehrlos!”

Kreis Heinsberg. In der bereits begonnenen „fünften Jahreszeit” finden wieder viele Feste und Feiern statt, an denen auch Kinder und Jugendliche teilnehmen. Die Bemühungen vieler Vereine um die Brauchtumspflege und ihre Jugendarbeit werden von der Polizei ausdrücklich begrüßt. Allerdings erleben Minderjährige bei vielen Erwachsenen, dass Fröhlichkeit und Alkoholkonsum anscheinend zusammengehören, mahnt die Pressestelle der Kreispolizeibehörde.

Gelegentlich werden sogar unbedacht Minderjährige zum Mittrinken animiert. Der überaus sorglose Umgang mit Alkohol ist oft die Ursache für eine Vielzahl von Problemen, die von der Gesundheitsgefährdung bis zum Auslöser für Aggressivität oder Unfällen reichen.

Seit Jahren wächst das Problem, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland zu früh, zu häufig und zu viel Alkohol trinken. Dabei schaden zahlreiche Eltern ihren Kindern leichtfertig, indem sie sie oft bereits mit zwölf bis 15 Jahren zum Alkoholkonsum ermuntern. Sie missachten dabei grob ihre Erziehungspflicht, nach der sie Schaden von ihren Kindern fernhalten müssen.

Die alljährliche Kampagne der Arbeitsgruppe Jugendschutz zur Karnevalsession wird zur Zeit über die örtlichen Jugendämter und mit Unterstützung der Ordnungsämter umgesetzt. Poster und Flyer mit den wesentlichen Informationen zum Jugendschutzgesetz (JuSchG) werden im gesamten Kreisgebiet verteilt. Dabei kommen auch die neuen Poster im Rahmen der seit November laufenden Kampagne gegen das Komasaufen zum Einsatz. Das neue Motiv zur Karnevalszeit mit einem bemalten Betrunkenen lautet: „Voll angeschmiert - Alkohol macht wehrlos!”

Die Veranstalter von Karnevalssitzungen und Tanzveranstaltungen, aber auch die Inhaber von Gaststätten und sonstigen Verkaufsstellen von Alkohol sind für die Einhaltung der Bestimmungen zum Schutz der Jugend verantwortlich. Die Polizei weist daher erneut auf einige wichtige Bestimmungen hin:

Jugendlichen unter 16 Jahren ist die Anwesenheit bei Tanzveranstaltungen nur in Begleitung eines Personensorgeberechtigten oder Erziehungsbeauftragten gestattet. 16-und 17-Jährige dürfen ohne Begleitung bis 24 Uhr bleiben. Das gilt auch für Disco-Veranstaltungen vor Karnevalstagen.

Die Abgabe von Branntwein und branntweinhaltigen Getränken an Kinder und Jugendliche ist verboten. Dazu gehören auch die branntweinhaltigen Mixgetränke, etwa so genannte „Alcopops” . Alle derartigen Getränke dürfen nicht an unter 18-Jährige abgegeben werden. Der Verzehr von Bier und Wein oder weinhaltigen Getränken ist Jugendlichen ab 16 Jahren erlaubt.Das Rauchen in der Öffentlichkeit sowie in Raucherclubs oder Raucherräumen von Gaststätte darf Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht gestattet werden. Die Abgabe von Tabakwaren ist ebenfalls verboten.

In mehreren Städten im Kreisgebiet werden nicht nur von der Polizei, sondern auch von den anderen zuständigen Behörden während der Karnevalstage besondere Kontrollen durchgeführt.
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