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Auch ein „schönerer Po für den Kran” wird zum Thema

Von: defi
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Der wirtschaftspolitische Spre
Der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dietmar Brockes (Mitte), besuchte mit seinen liberalen Gastgebern das Unternehmen SBH Tiefbautechnik in Heinsberg. Foto: defi

Heinsberg. Der stellvertretende Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalens, Dietmar Brockes, war auf Einladung der FDP-Kreistagsfraktion und des Stadtverbands Heinsberg zu Gast in der Kreisstadt.

Der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion Stefan Lenzen und der Stadtverbandsvorsitzende David Stolz hießen Brockes beim Ortstermin willkommen. Erste Station des Besuchs war das Unternehmen SBH Tiefbautechnik an der Ferdinand-Porsche-Straße, wo das Thema „Technologietransfer” mit der Geschäftsleitung diskutiert wurde. Anschließend sprach Dietmar Brockes in der „Köpi-Stube” in Heinsberg mit interessierten Zuhörern über die „Auswirkungen der rot-grünen Wirtschaftspolitik auf den ländlichen Raum”.

SBH-Geschäftsführer Wolfgang Deussen stellte Dietmar Brockes und den Mitgliedern der FDP sein Unternehmen vor. SBH Tiefbautechnik sei, so Deussen, weltweit eines der führenden Unternehmen im Bereich der Verbau-Systeme. Unter 20 Millionen Umsatz rentiere sich ein Unternehmen in diesem „Nischenbereich” nicht, so Deussen. Europaweit zu agieren, sei bei diesem Mindestumsatz nicht genug. Deussen: „Verbau ist eine deutsche Domäne weltweit.”

SBH Tiefbautechnik stellt Verbausysteme her, die es ermöglichen, Gas- und Wasserleitungen im Boden zu verlegen, ohne das Erdreich in die Grube nach rutscht. Neben dem Verbau produziert SBH auch Spundwände für Kanäle und ist in diesem Geschäftsbereich besonders in den Niederlanden sehr aktiv.

Herbert Klemens, Betriebsleiter bei SBH, machte deutlich, dass Interesse an einem Technologietransfer bestehe. Ein Beispiel sei die Dichtmasse, die die Spundwände im Kanalbau wasserdicht miteinander verbinden. Auf der Suche nach einem geeigneten Produkt, so Klemens, sei man im Rahmen des „Forums Technologietransfer” der Kreissparkasse Heinsberg mit der Fachhochschule Aachen in einen fruchtbaren Kontakt getreten. Auch für andere Produktionsbereiche könne er sich, so Klemens, eine Kooperation mit geeigneten Partnern gut vorstellen.

SBH-Geschäftsführer Deussen wies auf ein neues Projekt hin, das zum dritten Standbein des Unternehmens werden soll, Kontergewichte für Mobilkräne. SBH hat den Bau einer neuen Produktionshalle am Standort Heinsberg in Angriff genommen, in der bald diese Kontergewichte produziert werden, die dann die bislang üblichen weit größeren aus Beton ersetzen werden. „So bekommen wir einen schöneren Popo für den Kran, wie ihn sich die Designer wünschen.”

Nächster Schauplatz des Heinsberger Ortstermins mit Dietmar Brockes war die „Köpi-Stube”. Anlässlich des Entwurfs der Landesregierung für ein Tariftreue- und Vergabegesetz erklärte Brockes: „Nach der Erhöhung der Wassersteuer und der Grunderwerbssteuer wird ein weiteres Kapitel der wirtschafts- und mittelstandsfeindlichen Politik der rot-grünen Landesregierung aufgeschlagen.”

Was sich hinter dem freundlichen Titel „Gesetz über die Sicherung von Tariftreue und Sozialstandards sowie fairen Wettbewerb bei der Vergabe öffentlicher Aufträge” verberge, so Brockes, sei nichts anderes als ein gewaltiges Bürokratiemonster, das Mittelstand und Kommunen in Nordrhein-Westfalen gleichermaßen das Fürchten lehre.

Nicht genug, dass die öffentliche Vergabe jetzt an einen Mindestlohn gekoppelt werde, sie werde zudem regelrecht überfrachtet mit vergabefremden Kriterien wie Umweltschutz, Energieeffizienz, die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation, Frauenförderung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Das alles habe im Vergaberecht nichts zu suchen.
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