Kreis Heinsberg - Auch die Kunst soll die Partnerschaft beleben

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Auch die Kunst soll die Partnerschaft beleben

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Inmitten der Arbeiten, die schon im schottischen Dalkeith zu sehen waren: Michel Saran, Christa Walters, Dr. Rita Müllejans-Dickmann, Regina van den Berg, Stephan Pusch und Dirk Gottfriedt (v.l.n.r.). Foto: Wolters

Kreis Heinsberg. „Dalkeith 09: (per)forming spaces” - auf Deutsch „Raumbildung” - lautet der Titel einer Gemeinschaftsausstellung von drei Künstlern aus dem Kreis Heinsberg, die mit dem Heinsberger Kreismuseum bereits ihren zweiten Ausstellungsort hat.

Ursprünglich konzipiert wurde sie für das Arts Centre in Dalkeith im schottischen Midlothian, mit dem der Kreis Heinsberg eine Partnerschaft pflegt. Dort war sie vom 22. Mai bis 7. Juni zu sehen.

Auch die zweite Schau in Heinsberg zeigt Gemälde von Michel Saran und Christa Walters sowie Skulpturen von Dirk Gottfriedt - nur zwei davon im Original, dafür alle drei im Modell. Diese „Schottische Trilogie” hat er eigens für die Präsentation in Dalkeith gefertigt.

Die Ausstellung sei für ihn etwas ganz Besonders, weil sie eng verbunden sei mit der Partnerschaft, betonte Landrat Stephan Pusch bei der Eröffnung im Kreismuseum. Die Partnerschaft funktioniere auf verschiedenen Plattformen, auch auf der kulturellen. „Aber die Kunst ist dabei bisher zu kurz gekommen”, betonte er.

Ein erster Aufschlag sei jetzt gemacht, aber es gelte, in nächster Zeit noch nachzuhaken. Sicherlich sei der Kreis Heinsberg in puncto Kunst keine Metropole. „Aber was Kunst angeht, sind wir auch kein weißer Fleck auf der Karte!”

Die Kunsthistorikerin Regina van den Berg, die das Ausstellungsprojekt betreut, führte in die Werke der Künstler ein. Christa Walters schaffe durch ihre Arbeiten, etwa mithilfe von Glas auf Leinwand, vielschichtige Farbräume. Michel Saran gebe einer naturalistischen, hinteren Ebene eine abstrakte, farbliche Übermalung.

Während bei den Arbeiten dieser beiden Künstler der Raum durch den Effekt des Übereinanders unterschiedlicher Ebenen entstehe, der wiederum dem Betrachter einen Bewegungsimpuls gebe, um durch ein Vor- und Rückbewegung in der Nähe Details zu studieren, sei es bei den Werken von Dirk Gottfriedt schwer, einen festen Standort für die Betrachtung einzunehmen. Sie würden dem Betrachter eine räumliche Netzstruktur präsentieren, die von ganz unterschiedlichen Standorten aus wahrnehmbar sei.

Allen ausgestellten Arbeiten gemein sei, dass sie mit der Wahrnehmung des Betrachters spielen würden, ja von ihm eine ganz enge visuelle Beziehung einfordern würden - „tatsächlich im Raum oder gedanklich vor dem Werk”, so Regina van den Berg. „Raum muss hier im Akt des Sehens immer wieder neu gebildet werden.”

Die Ausstellung im Kreismuseum in Heinsberg an der Hochstraße läuft bis zum 19. Juli und ist geöffnet samstags von 14 bis 18 Uhr, sonntags von 10 bis 12.30 und von 14 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung für Gruppen.
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