Atmosphäre der „1000 Lichter” einfach einmalig

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Wassenberg-Ophoven. „Können Sie mir die mit Erdbeer-Eierlikör noch geben, bitte”, fragt die junge Frau vor der kleinen Holzbude mit den Ophovener Spezialitäten. Zielsicher greift Elke Franke ins Regal, obwohl es mittlerweile fast 40 Sorten Marmelade sind, die sie auf dem Ophovener Adventsmarkt anbietet.

Seit 14 Jahren schon ist Elke Franke dabei und freut sich, dass sie mittlerweile richtige Stammkunden hat. Die kommen jedes Jahr wieder, wenn der kleine Wallfahrtsort am ersten Adventswochenende mit zwei Markttagen aus allen Nähten platzt.

So auch dieses Mal, obwohl die Aussichten zum Start am Samstagmittag noch recht trüb waren. „Wir waren alle sehr traurig”, berichtete Wiljo Caron von der Interessengemeinschaft „Hilfe für krebskranke Kinder” Ophoven, die den Markt bereits zum 22. Mal organisierte.

Beecker Spätzchen

Aber als der Regen dann aufhörte, strömten die Menschen wieder zu Tausenden nach Ophoven, um die einmalige Atmosphäre der „1000 Lichter” zu genießen, die bei einem Konzert auf der zentralen Bühne Georg Wimmers vor großem Publikum mit seinen Beecker Spätzchen besang.

Der Schulchor der von ihm geleiteten Grundschule Am Beeckbach in Wegberg-Beeck versetzte die Besucher des Marktes im abendlichen Lichterglanz in Adventsstimmung. Da freute sich dann auch der Nikolaus, der in diesem Rahmen fleißig Weckmänner verteilte, über unzählige strahlende Augenpaare der ganz kleinen Gäste.

Anziehungspunkt auf dem kleinen Platz vor dem Kindergarten war der neue, knapp zehn Meter hohe Weihnachtsbaum, den die Aktiven der Interessengemeinschaft mithilfe eines Krans geschmückt hatten. Riesige goldene Sterne und rote Kugeln bewegten sich da im Schein langer Lichterketten. Bewundernde Blicke ernteten auch die neuen Ophovener Krippenspieler, von denen zwei gerade mal vier Jahre alt, aber nicht weniger textsicher als ihre „großen” Mitspieler waren.

Über Nachwuchs können sich die Organisatoren nicht beklagen. Für die beiden Markttage standen gleich zwei komplette Besetzungen zur Verfügung. Dass die vielen ehrenamtlichen Helfer mittlerweile nicht mehr nur aus Ophoven kommen, bewiesen etwa Monika Storms aus Kirchhoven und Agnes Dietzel aus Oberbruch, die für ein paar Stunden in der Cafeteria arbeiteten. „Jeder hilft halt da, wo´s nötig ist”, betonten die beiden.

Und auch Annelie Küppers aus Houverath kam bereits zum zweiten Mal nach Ophoven, um sich im Ausstellerzelt mit dem Verkauf selbst gebastelter Sterne und Engel aus Papier in den Dienst der guten Sache zu stellen. „Wenn man selbst gesund ist und gesunde Kinder hat”, kommentierte sie ihr Engagement.

Die Entscheidung der Interessengemeinschaft, auf den Bunten Abend eine Woche vor dem Markt zu verzichten, sei richtig gewesen, so Wiljo Caron rückblickend. Alle Helfer seien an den beiden Markttagen wesentlich entspannter gewesen, weil der Stress nicht so groß geworden sei.

Und die finanzielle Einbuße sei durch die Autoverlosung in diesem Jahr wieder aufgefangen worden. „Da konnten wir ja schon im Sommer mit dem Losverkauf beginnen”, betonte er.
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