Astromesse mit Blick in die Unendlichkeit

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Gut besucht war der Astronomie-Treff, zu dem die Astro-AG am Gymnasium Hückelhoven zum elften Mal in die Mehrzweckhalle des Gymnasiums eingeladen hatte. Foto: Kerkhoff

Hückelhoven. Die Astro AG am Hückelhovener Gymnasium hatte zum mittlerweile elften Astronomie-Treff in die Aula eingeladen. Neben technischen Gerätschaften und Zubehör wurden auch Fachvorträge zum Thema geboten.

Die meisten Besucher waren aber gekommen, um sich an der angebotenen Hardware zu ergötzen, zum Beispiel an den fotovisuellen Apochromaten von Rolf Klemme. Der Händler für Teleobjektive der gehobenen Preisklasse lässt kaum eine Messe in Hückelhoven aus, obwohl er dafür von Nordhorn an die Rur reisen muss.

Für ihn hat die Astronomie ihren Reiz noch immer nicht verloren. „Man schaut in die Unendlichkeit und gleichzeitig in die eigene Vergangenheit”, fasste er die Magie der Sternbeobachtung zusammen. Extragalaktische Objekte wie der Andromeda-Nebel sind rund 1,3 Millionen Lichtjahre entfernt und existieren vielleicht längst nicht mehr, wenn wir sie hier von der Erde aus sehen. Auch Lucas Mesu war schon zum vierten Mal dabei.

Der Niederländer stammt aus Sint-Oedenrode bei Eindhoven und schätzt vor allem die gemütliche Atmosphäre in Hückelhoven. Er entwickelt optische Systeme, mit denen auch entfernten Himmelskörpern zu Leibe gerückt werden kann. Dabei richtet sich sein System automatisch nach Eingabe des Zieles aus. „M 51 steht für eine Galaxie, die rund 50 000 Lichtjahre entfernt ist”, erklärte er. Um solche Fotos zu belichten, brauche es schon gut eine halbe Stunde. Eine Zeit, in der sich die Erde dreht und der Winkel zum Objekt verändere.

Diese Veränderungen werden dann von seinen optischen Systemen ausgeglichen. Doch auch wer es nicht ganz so teuer angehen lassen wollte, kam bei Astronomie-Treff auf seine Kosten. Denn von Fachzeitschriften und Büchern über Bilder von Himmelsobjekten bis hin zu bezahlbaren Ersatzteilen für das eigene Teleskop hatten die knapp 40 Aussteller in Hückelhoven alles im Gepäck, was die Herzen der Sternengucker höher schlagen ließ.

Darauf legt auch Robert Lebek wert, der die Astro AG am Gymnasium 1998 ins Leben gerufen hat und seitdem auch leitet. Nicht ohne Stolz berichtet er, dass die Messe in der Region ihre gleichen suche und auch bundesweit zu den größten gehöre. Jedes Jahr lockt sie hunderte von Besuchern aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland an.
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