Arbeitsreiche Zeit der Tafel in Hückelhoven

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Hückelhoven. „Noch immer erreichen wir viele Menschen mit unserer Arbeit. Rund 500 Kunden sind gemeldet, davon 300 in Hückelhoven, 100 in Wassenberg und Baal. Diese Menschen verlassen sich darauf, dass sie an den Öffnungstagen Lebensmittel von uns erhalten”, sagte Krimhild Witges, die Vorsitzende des Vereins Tafel Hückelhoven, bei der Generalversammlung.

Zu jedem Ausgabetag kämen bis zu drei Frauen und Männer hinzu, deren Leben eine andere Wendung erhalten hat. Rentner, Alleinerziehende bis zu acht Kindern, Jugendliche und andere Betroffene. „Durch Arbeitslosigkeit, Krankheit, Tod ist ihr Leben auf einmal aus den Fugen geraten, dann beginnt die Spirale aus der viele von ihnen nicht mehr hinauskommen”, weiß Witges. Kinder und alte Menschen seien davon sehr betroffen. „Unser Motto, unsere Kunden mit Freundlichkeit begegnen und sie würdig behandeln-, wird von ihnen dankbar angenommen.”

Viele ehrenamtliche Helfer

Die Kontakte zwischen Mitarbeitern und den Leuten, die zu den Ausgabestellen kommen sind sehr gut. Dass die Arbeit auch Freude bereitet, sehe man daran, dass in Hückelhoven 50, in Baal etwa 15 und in Wassenberg etwa zehn ehrenamtliche Helfer beschäftigt sind. In den Bereichen Sortierung und Ausgabe der Lebensmittel hat der Verein im Moment keinen Mangel. „ Aber bei den Fahrern haben wir schon die ein oder andere Lücke.” Witges bat die Vereinsmitglieder, deswegen in ihrem Umfeld nach weiteren Fahrern zu suchen.

„Waren bekommen wir immer noch von den ortsansässigen Geschäften, Besonderheiten holen wir bei Lindt, bei der Dormagener Tafel im Tausch und von der Lebensmittelbank in Aachen ab”, freut sich die Vorsitzende. Dies seine Sonderfahrten am Nachmittag, die auch von den Ehrenamtlern getätigt würden. „ Im Sommer bedienen uns immer wieder Hobbygärtner, und Bauern aus der Region, die uns Kartoffeln schenken.” Private Warenspenden sind auch immer wieder dabei.

Laden am Friedrichplatz

Die Organisation im Laden Friedrichplatz in Hückelhoven liegt in den Händen von Karin Buchholz. „Die letzte Weihnachtspakete-Aktion begann sehr schleppend, aber kurz vor Schluss hatten wir doch für jeden ein Paket. Die Planung geriet ein bisschen außer Kontrolle als wir merkten, es fehlen etwa 60 Pakete. Durch eine Spende konnten wir diese Pakete noch schnell packen, einen Tag vor der Ausgabe.” Letztendlich wurden doch wieder 300 Weihnachtspakete übergeben.

2010 feierte die Hückelhovener Tafel ihr fünfjähriges Bestehen „Es war ein sehr fröhliches Fest. Aktionen für groß und klein wurden angeboten. Es war wichtig, der Bevölkerung zu zeigen: Hier sind wir und das leisten wir .Es war ein sehr heißer Tag, vielleicht hat die Besucherzahl darunter gelitten. Aber im Großen und Ganzen waren wir mit dem Tag sehr zufrieden”, berichtete Witges zurückblickend.

Eine kleine Gruppe der ehrenamtlichen Mitarbeiter geht einmal im Jahr mit gespendeten Sachen auf den Trödel, meistens am Muttertag. Mit einer beachtlichen Spende an die Tafel überraschen sie danach jedes Jahr.

Besonders erwähnte die Vorsitzende die Ausgliederung des Haushaltwaren in ein von der Stadt Hückelhoven in Millich zur Verfügung gestelltes Geschäftslokal. Die Ausgliederung war erforderlich geworden, weil die Ausgabestelle am Friedrichplatz aus den Nähten platzt. Das Geschäft feierte nach der Umgestaltung sein einjähriges Bestehen und erfreute tafel jeden Monat mit einer großzügigen Spende. Auch hier können Berechtigte kleine Dinge für den Haushalt erwerben. „Frau Rem­bges und ihr Team sind sehr rührig und schauen, dass immer genug Ware vorhanden ist.”

Großzügige Spende

„Im vergangenen Jahr überraschte uns eine großzügige Spende eines verstorbenen Ehepaares aus Ratheim. Der Tafel kamen 50.000.Euro zugute. Das wird einmalig sein, deshalb erwähne ich es”, endete Witges .Ein weiteres Thema der Versammlung war die Ausgliederung der Tafel in Erkelenz. Bislang gab es eine Tafel-Organisation für beide Städte.

Nunmehr soll es zwei nebeneinander agierende geben, nachdem die von der Deutschen-Tafel-Gesellschaft definierte 20-Kilometer-Grenze aufgehoben wurde. Damit wurde der Wer frei für eine Selbstständigkeit der Erkelenzer Tafel. Bei einer Gründungsversammlung soll der Neubeginn in Erkelenz in juristische Tücher gepackt werden. Anfang Juni soll die Tafel Erkelenz ihren Betrieb aufnehmen. „Das ist keine Konkurrenz für uns, sondern vielmehr eine Notwendigkeit”, meinte Witges. „Die Unterstützung durch eine Tafel wird für viele Menschen immer dringlicher.”
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