Kreis Heinsberg - Arbeit der Unfallkommission erhöht Verkehrssicherheit

Arbeit der Unfallkommission erhöht Verkehrssicherheit

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Nahe Erkelenz-Schwanenberg: Auch an der Kreuzung von L19 und K29 wurde ein Kreisverkehrsplatz eingerichtet.

Kreis Heinsberg. Auf Deutschlands Straßen wurden im Jahr 2008 von den Polizeibehörden insgesamt 4467 getötete Personen als Opfer von Verkehrsunfällen gezählt; dies ist die niedrigste Zahl von Verkehrsunfallopfern in Deutschland seit Einführung der Verkehrsunfallstatistik im Jahr 1953.

Im Kreis Heinsberg war die Entwicklung ebenfalls positiv, denn 80 Unfalltoten aus dem Jahr 1972 stehen 14 Unfalltote aus dem Jahr 2008 gegenüber.

Die Ursachen für die Erhöhung der Verkehrssicherheit sind vielfältig: Höhere Sicherheitsstandards von Fahrzeugen zum Beispiel mit Airbags und Rückhalteeinrichtungen sind da genauso zu nennen wie die Einführung des Führerscheins auf Probe und begleitetes Fahren mit 17, was insbesondere junge Fahrer beeinflussen soll, da diese einen besonders hohen Anteil der verunglückten Verkehrsteilnehmer ausmachen.

Daneben ist aber auch die Arbeit der Unfallkommission für die Erhöhung der Verkehrssicherheit wichtig: Sobald die Kreispolizeibehörde nach Auswertung der Unfälle eine Häufung gleichartiger Unfälle an einer Kreuzung, an einer Einmündung oder auf einem Streckenabschnitt feststellt, treffen sich die Mitglieder der Unfallkommission (Mitarbeiter der Kreispolizeibehörde, der Straßenbaulastträger für Bundes-, Landes- und Kreisstraßen, der jeweiligen örtlichen Stadt- beziehungsweise Gemeindeverwaltungen sowie des Straßenverkehrsamtes), um vor Ort die Gegebenheiten zu überprüfen.

Wird dabei festgestellt, dass Mängel in der Beschilderung oder Markierung vorhanden sind oder andere unfallbeeinflussende Faktoren wie Sichthindernisse vorliegen, werden diese Probleme möglichst kurzfristig als Sofortmaßnahmen behoben.

Sind Umbau- oder andere Änderungsmaßnahmen wie die Umstellung der Signalisierung bei einer Ampel notwendig, werden diese den Straßenbaulastträgern, die für die Umsetzung derartiger Maßnahmen zuständig sind, vorgeschlagen. Bei der jeweils im Frühjahr durchzuführenden Gesamtbetrachtung aller Unfallhäufungsstellen im gesamten Kreisgebiet wurden in diesem Jahr von der Unfallkommission insgesamt 48 Unfallhäufungspunkte analysiert.

Nach Realisierung von Sofortmaßnahmen beziehungsweise der Umsetzung vorgeschlagener Änderungen im Jahr 2008 war nunmehr an 19 Unfallhäufungsstellen eine positive Entwicklung der Unfallzahlen festzustellen. Zu diesen Maßnahmen zählen der Umbau der Kreuzungen von L19 und K29 bei Schwanenberg sowie L227 und L228 in Hülhoven zu Kreisverkehrsplätzen. Ebenso positiv wirkte sich die Entfernung von Verkehrsspiegeln und die Anpassung von Markierungen und Beschilderungen in Gerderath (L19) und Gerderhahn (L364) aus.
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