Heinsberg/Erkelenz - Arabisch anmutende Klänge beim Weltgebetstag

Arabisch anmutende Klänge beim Weltgebetstag

Von: anna
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Mit viel Liebe zum Detail hatten die Frauen in der evangelischen Kirche in Erkelenz das Thema Ägypten auf den Altarstufen symbolisiert. Foto: Anna Petra Thomas
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In Heinsberg hatten die Frauen für den Gottesdienst zum Weltgebetstag am Altar einen Brunnen gebaut. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg/Erkelenz. Arabisch anmutende Klänge erfüllten zum Weltgebetstag knapp 30 evangelische und katholische Gotteshäuser in der Region. „Salam aleikum“, hieß es zur Begrüßung beispielsweise in der evangelischen Kirche in Erkelenz.

Der Nil, symbolisiert durch ein blaues Tuch, floss dort die Altarstufen herab. Daneben kleine, aus gelber Pappe gebastelte Pyramiden, eine kleine Palme, Bilder von Nofretete und Tutanchamun, ganz vorne eine kleine Flagge Ägyptens, zusammengelegt aus drei kleinen Handtüchern in Schwarz, Weiß und Rot.

Christinnen aus Ägypten hatten den Gottesdienst zum Weltgebetstag für dieses Jahr vorbereitet, wie schon 1959 und 1975. „Wasserströme in der Wüste“: So war er überschrieben. Dass dies sowohl wörtlich als auch im übertragenden Sinne auf das tägliche Leben der Christen in der Welt bezogen war, wurde in den Gottesdiensten deutlich. Darin wurde nicht nur gebetet und gesungen. Darüber ­hinaus erfuhren die Besucher sehr viel Wissenswertes über das Land und die Menschen, die dort leben. So lautet das Motto der Weltgebetstagsbewegung ja auch „Informiert beten – betend handeln“. Ziel ist es, die Einheit von Spiritualität, Gottesdienstfeier und Engagement für Gerechtigkeit in Kirche und Gesellschaft zu verdeutlichen.

So hatten auch die Frauen des ägyptischen Weltgebetstagsko­mitees in dem von ihnen vorbereiteten Gottesdienst die aktuellen gesellschaftspolitischen Erfahrungen in ihrem Land mit den biblischen Zusagen von „lebendigem Wasser“ und den „Wasserströmen in der Wüste“ verbunden. Wasser war dabei sowohl symbolisch als auch ganz real zu verstehen: als geschenktes und gefährdetes Gut in einem Land, durch das als zentrale Wasserader der Nil fließt und das doch zu 96 Prozent aus Wüste besteht. Immer wieder fand sich die Thematik in den Gebetstexten wieder, als es etwa hieß „Gottes Liebe und Barmherzigkeit fließen zwischen uns wie Wasserströme in der Wüste“ oder „Hör uns Gott, höre unsere Stimmen aus den Wüsten unseres Lebens.“

Vier Frauen schlüpften während der Gottesdienste in Erkelenz und Heinsberg in die Rollen vier ganz unterschiedlicher Frauen in Ägypten, von der Bäuerin bis zur Geschäftsfrau, und erzählten aus ­ihrem Leben. Die Lesung war dem Johannesevangelium entnommen.

In der Heinsberger Propsteikirche St. Gangolf hatten die Frauen am Altar sogar einen Brunnen gebaut für ihre szenische Darstellung der Geschichte von der Frau am Brunnen. In Erkelenz folgte auf die Lesung eine Predigt, in der die Bedeutung des „lebendigen Wassers“, das Jesus den Menschen schenkt, weiter analysiert wurde, und es gab einen Schluck Wasser für jeden Gottesdienstbesucher. In Heinsberg reflektierten die Gottesdienstbesucher für sich Fragen wie „Welche Wüstenzeiten kenne ich?“ oder „Wer oder was schenkt mir lebendiges Wasser“?

Für den musikalischen Rahmen der Gottesdienste sorgten in Erkelenz Kantorin Annette Wagner und der ökumenische Flötenkreis, in Heinsberg Regionalkantor Winfried Kleinen und Gesangssolistin Monika Schumacher.

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