Kreis Heinsberg - Andrea Küster nimmt Pflanzen oder Blumen als Motiv

Andrea Küster nimmt Pflanzen oder Blumen als Motiv

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Pflanze oder Blume als Motiv: Andrea Küster stellt beim Kunstverein Region Heinsberg aus.

Kreis Heinsberg. Bilder der in Kiel geborenen und in Düsseldorf lebenden Künstlerin Andrea Küster sind vom 18.Januar bis 6.Februar beim Kunstverein Region Heinsberg in Unterbruch (Horster Hof) zu sehen. Zur Ausstellungseröffnung und zum Neujahrsempfang lädt der Verein am kommenden Sonntag, 18. Januar, um 11.30Uhr ein. Die Einführung in die Ausstellung hält Dr. Christian Krausch; die Künstlerin wird anwesend sein.

Die Ausstellung wird sonntags von 11 bis 17 Uhr und freitags von 15 bis 18 Uhr zu besichtigen sein.

Andrea Küster beschränkt seit einigen Jahren ihr künstlerisches Schaffen auf die Erforschung eines Motivs oder einer Motivgruppe, nämlich dem Thema der Pflanze oder Blume. Von der Bildhauerei kommend, wechselte sie schon während des Studiums Mitte der 70er Jahre zur figürlichen und von da zur abstrakten Malerei, um sich von dort wieder seit Mitte der 90er Jahre dem Gegenstand zu widmen.

Anlässe dazu gab es ausreichend, zuletzt bedingt durch mehrere Auslandsaufenthalte, nach deren Ende sich der Blick der Künstlerin absichtlich verlangsamt hat. Auf diese Weise entdeckte sie das Motiv der Blume für sich, das sie seitdem in Ölfarben auf Leinwand, in Pastellkreiden auf Papier sowie als Zeichnung ergründet.

Mit der Pflanze oder Blume wählte die Künstlerin ein Motiv, das während der Zeit des Wachstums bis zum Welkprozess von großer Veränderung geprägt ist. Entsprechend erfasst sie das Motiv im Atelier in einer auf wenige Konturen reduzierten Kohlezeichnung, die das Wesen der Pflanze in Kürzeln fixiert.

Danach folgt eine weitere Annäherung an die Vorlage durch mittelgroße Pastelle, die bereits die Leiblichkeit der Blume, mitunter erste Veränderungen erkennen lassen. Erst dann folgen bisweilen sehr großformatige Arbeiten, die den Betrachter rein physisch in ihren Bann ziehen und auf diesem Weg in ein intensives Wechselspiel zwischen ihm, dem Motiv und dem Faktor Zeit lenken.

Das ursprüngliche Spiel mit den volumenbildenden Konturen der Zeichnung findet sein Echo auch in der Edition für den Kunstverein Region Heinsberg, den vier unterschiedlichen Grafiken in Aquatinta oder Kaltnadelradierung auf Bütten. Trotz ihres kleinen Formates von 10 x 15 Zentimetern ermöglichen diese beinah abstrakten Werke einen großen gedanklichen Spielraum, der sowohl die Faszination der Künstlerin für das Motiv der Pflanze spüren lässt, als auch, durch die Reduktion auf nur wenige Linien, den Faktor Zeit verdeutlicht.

Dabei wird Andrea Küster bei der Arbeit von der Frage gelenkt, inwieweit das Weiß des Blattes dieselbe Gewichtung hat wie die Linie, da erst in diesem ausgewogenen Zusammenspiel der beabsichtigte Dialog zwischen Bild und Betrachter seinen Lauf nehmen kann.
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