Am Ende zieht Woolworth nun doch nicht in ein Zelt

Von: Rainer Herwartz
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Thomas Schmitz, Markus Herbring, Wolfgang Dieder und Bert Dohmen sind froh, dass Woolworth in Heinsberg bleibt. Foto: Rainer Herwartz

Heinsberg. Ein Zelt ist es ja nun doch nicht geworden. Dabei hatte die Geschäftsleitung der Woolworth GmbH noch im Herbst letzten Jahres der Stadtverwaltung Heinsberg angeboten, mit dem Kaufhaus zunächst sogar in eine solche Behausung zu ziehen, um den Standort in der Stadt nicht verlassen zu müssen.

„Wir wären gerne an Ort und Stelle geblieben”, hatte Geschäftsführer Dieter Schindel damals gegenüber unserer Zeitung erklärt. Doch der Mietvertrag an der Hochstraße war durch den Eigentümer nicht verlängert worden, weil hier die Unternehmenskette Müller und der populäre Bekleidungsriese H&M einziehen sollten. Am Donnerstag, 11. August, wird Woolworth nun im Obergeschoss der Heinsberg Galerie wieder seine Pforten öffnen.

Nach über 30 Jahren in Heinsberg sollte die Geschichte der Traditionsmarke hier nicht mit dem letzten Verkaufstag am 16. Oktober letzten Jahres enden, hofften die Betreiber. 33 Arbeitsplätze gingen zumindest vorübergehend verloren. Doch jetzt werden rund 30 neue wieder entstehen. Wie Regionalverkaufsleiter Markus Herbring bestätigt, sind auch einige der ehemaligen Beschäftigten wieder mit an Bord. Allen voran die Filialleiterin Doreen Camejo.

Die Verhandlungen mit der Stadt zahlten sich schließlich aus. Selbst wenn die neue Verkaufsfläche mit 1250 Quadratmetern etwas kleiner ausfällt als die ursprüngliche mit etwa 1600. „Ich freue mich, dass Woolworth hier in Heinsberg einen neuen Standort finden konnte”, unterstreicht denn auch Bürgermeister Wolfgang Dieder. „Es wäre schade gewesen, wenn ein solches Unternehmen die Stadt verlassen hätte.” Dass der Filialist so um einen Verbleib in Heinsberg gekämpft habe, bestätige ihn in seiner Einschätzung, dass Heinsberg eine attraktive Einkaufsstadt sei.

Das bestätigt auch Thomas Schmitz, Sprecher der Eigentümergemeinschaft der Heinsberg Galerie mit Sitz in Nürnberg. Schmitz, der für diese die Konzeptionierung, Projektentwicklung und Neuvermietung übernimmt, hatte sich schnell mit den Stadtoberen und der Woolworth-Leitung an einen Tisch gesetzt, um eine geeignete Lösung zu finden. Die Heinsberg Galerie habe sich dabei quasi in den Fokus gedrängt, da sie nach einer längeren Zeit als „ungeliebtes Kind” der Heinsberger mehr und mehr aufgewertet werden soll.

„Wir brauchen wieder Qualität, um langfristig Stabilität in das Einkaufscenter zu bekommen”, formuliert Schmitz das Credo. Insgesamt etwa 9000 Quadratmeter stehen hierzu zur Verfügung. „Durch die Ansiedlung ist es zu einer Abrundung in allen Sortimenten gekommen”, meint Schmitz. Woolworth bietet insgesamt 6000 Artikel im mittleren und unteren Preissegment an. Diese und die 160 ebenerdigen Parkplätze werden nicht nur Kunden aus der Kreisstadt anlocken, da ist Schmitz zuversichtlich.

Die Heinsberger Filiale ist bereits das 16. Kaufhaus, das Woolworth in diesem Jahr eröffnet. Damit betreibt das Handelsunternehmen deutschlandweit 181 Filialen, bis zum Ende nächsten Jahres sollen es sogar 250 werden.
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