Am Berufskolleg stehen Fremdsprachen hoch im Kurs

Von: hewi
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Eine junge Spanierin am Berufs
Eine junge Spanierin am Berufskolleg des Kreises Heinsberg in Erkelenz: Im Rahmen eines Austauschprogramms ist Isabel Varo Molina (rechts) als Fremdsprachenassistentin an der Schule tätig. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Am Berufskolleg des Kreises Heinsberg in Erkelenz stehen Fremdsprachen hoch im Kurs. In insgesamt zehn Klassen im Bereich des Wirtschaftsgymnasiums und der Berufsfachschule lernen die Schüler die spanische Sprache.

Unterstützt werden sie dabei von Isabel Varo Molina. Die 29-Jährige ist seit September als Fremdsprachenassistentin am Erkelenzer Berufskolleg tätig.

Plausch auf Spanisch

Mehrmals pro Woche lädt sie die Schüler zum Plausch auf Spanisch ein. Denn neben der Grammatik und allerhand Theorie lernt man die Sprache bekanntlich am besten durch das Sprechen. „Die alltagstaugliche Sprachfähigkeit ist sehr wichtig”, weiß die Lehramtsstudentin aus Cordoba, die über ein Austauschprogramm nach Erkelenz gekommen ist. „Es müssen zuerst die Hemmungen überwunden werden.” Dabei vermittelt sie den Schülern neben sprachlichen Feinheiten auch Einblicke in die Lebensweise und Kultur der Spanier.

In der Abstimmung der Themen arbeitet Isabel Varo Molina eng mit den Fachlehrern zusammen. José Antonio Rodriguez unterrichtet Spanisch und Wirtschaft am Berufskolleg und schätzt die Hilfe seiner jungen Kollegin sehr. Denn auch im regulären Unterricht kann sie ihm assistieren und Sprachübungen leiten.

Schulleiter freut sich über „Luxus”

„Die Fremdsprachenassistenten sind schon ein Luxus, über den wir uns freuen”, unterstreicht Schulleiter Paul-Günther Threin. Der Bedarf an jungen Menschen mit spanischen Sprachkenntnissen sei am Berufskolleg gestiegen, denn langsam verdränge das Spanische die bisher beliebtere französische Sprache auf Platz drei. Unangefochten auf Platz eins steht Englisch.

Für die Südspanierin war Erkelenz nicht die erste Wahl, gibt sie unumwunden zu. Beworben hatte sie sich nach Süddeutschland, weil sie vor acht Jahren schon einmal im Rahmen eines Austauschprogramms in Regensburg war. Die Vorteile von Erkelenz weiß sie aber zu schätzen. „Es ist überschaubar und ruhig”, erklärt sie.

Zudem sei es nicht weit bis Aachen und in andere interessante Städte. Interessant werden die nächsten Wochen, denn den Erkelenzer Karneval kennt sie noch nicht. Doch sie hat schon viel davon gehört. Sitzungen und Galas, wie sie derzeit in fast allen Orten gefeiert werden, kenne sie aus Cordoba nicht, sagt sie. Die spanischen Karnevalsbräuche seien regional ebenso unterschiedlich wie die deutschen. Auch davon berichtet sie derzeit in ihren Konversationskursen, denn vielleicht werden ja einige ihrer Schüler selbst als Fremdsprachenassistenten ins Ausland gehen.

Nach dem Studium in Deutschland zu arbeiten, dies könne sie sich durchaus vorstellen, erklärt Isabel Varo Molina. Nach ihrer Rückkehr im Mai wird die Spanierin ihre Prüfungen ablegen und sich Gedanken über ihre berufliche Zukunft machen. Der Aufenthalt in Erkelenz wird ihr dabei sicher helfen.
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