Alterskontrolle: 31 Minderjährige feierten noch nach Mitternacht

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Heinsberg-Oberbruch. Die Einlasskontrollen in so mancher Diskothek sind offensichtlich unzureichend, das ist das Fazit einer Kontrollaktion vom Wochenende.

Im Rahmen eines Schwerpunkteinsatzes zur Bekämpfung der Straßenkriminalität führte die Kreispolizeibehörde Heinsberg am frühen Samstagmorgen auch die Jugendschutzkontrolle in einer Oberbrucher Disko an der Deichstraße durch.

Gemeinsam mit dem Ordnungsamt der Stadt Heinsberg und in Begleitung des Jugendamtes der Stadt Heinsberg rückten die Uniformierten an. Das Ergebnis: 31 Minderjährige wurden aufgegriffen, die teilweise erst 15 Jahre alt waren, und die sich dennoch nach 24 Uhr in der Disko aufhielten. Mitarbeiter des Ordnungsamtes brachten die Jugendlichen mit Unterstützung der Polizei zur Dienststelle nach Heinsberg. „Ganz brav und seelenruhig” hätten sich die Mädchen und Jungs in Bussen abtransportieren lassen, bestätigte ein Vertreter des Ordnungsamtes gegenüber unserer Zeitung.

Auf der Dienststelle wurden sie dann der Obhut des Jugendamts übergeben, das anschließend dafür sorgte, dass die jungen Leute sicher und wohlbehalten von ihren Erziehungsberechtigten abgeholt werden konnten. Selbige haben übrigens hinsichtlich etwa versäumter Aufsichtspflichten nichts zu befürchten.

Gegen die Betreiber der Diskothek allerdings werden wegen des Verstoßes gegen die gesetzlichen Jugendschutzbestimmungen durch die Stadt ordnungsrechtliche Maßnahmen eingeleitet. Denn nach dem Jugendschutzgesetz dürfen sich Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren nicht in Gaststätten und Diskotheken aufhalten. Von 16 bis unter 18 Jahren ist dies nur bis Mitternacht gestattet. Ausschließlich in Begleitung der Eltern bzw. der Erziehungsbeauftragten gebe es davon Ausnahmen, erläutert die Polizei.

Nach einer gewissenhaften Alterskontrolle beim Einlass sei zudem sicherzustellen, dass alle Personen unter 18 Jahren rechtzeitig um Mitternacht das Haus verlassen.

Darüber hinaus müssen die Betreiber darauf achten, dass die 16- bis 17-Jährigen lediglich „weiche Alkoholdrogen” wie Bier, Wein oder Sekt erhalten. Ihnen darf kein branntweinhaltiges Getränk verkauft oder der Konsum geduldet werden. Für Mischgetränke mit Korn, Wodka oder ähnlichen Spirituosen gibt es da keine Ausnahme.

Wer wiederholt gegen die Auflagen verstoße, müsse schlimmstenfalls mit dem Entzug der Konzession rechnen, so der Vertreter des Ordnungsamtes. Wenn er bei zwei oder drei Verstößen ertappt worden sei, reiche das aber noch nicht aus.

Die letzte Großaktion, bei der gleich alle drei Diskotheken in Oberbruch mit einer Polizei-Hundertschaft ins Visier genommen wurden, liege schon fünf Jahre zurück. Damals registrierten die Behörden über hundert Jugendliche, die sich noch zu später Stunde unerlaubt in den Diskotheken aufhielten.
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