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Aker übernimmt Wirth komplett

Von: kl
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Erkelenz. Die Maschinen- und Bohrgerätefabrik Wirth, die am Standort Erkelenz eine über 110-jährige Tradition aufweisen kann, geht vollständig in das Eigentum der norwegischen Aker-Gruppe über.

Das Unternehmen hatte im August 2007 bereits 50 Prozent der „Bohr” übernommen und nahm nun die Option wahr, die verbleibenden 50 Prozent, die sich im Besitz der Wirth-Geschäftsführer Christoph Kleuters und Wilfried Kroppen befinden, zu erwerben. Wie nach einer Betriebsversammlung am Freitagnachmittag bekannt wurde, übernimmt Aker bis zum 28. Februar zunächst 25,1 Prozent, die übrigen 24,9 Prozent werden schrittweise im den nächsten Jahren übertragen. Summen wurden nicht genannt.

Wie es bei der Betriebsversammlung weiter hieß, soll diese Eigentumsübertragung nicht zum Nachteil des Standorts Erkelenz sein. Das Gegenteil soll eintreten. So soll in diesem Jahr die 500-köpfige Belegschaft von Wirth um 40, vornehmlich gewerblich Beschäftigte aufgestockt werden.

Auch geben die Jahresergebnisse Anlass zu Optimismus. So stieg 2008 der Jahresumsatz erstmals über 200 Millionen. Am Jahresüberschuss von 20 Millionen Euro sollen auch die Mitarbeiter partizipieren. So soll jeder Vollzeitbeschäftigte eine Gewinnbeteiligung von über 2500 Euro erhalten. Für dieses Jahr wird bei Wirth dank voller Auftragsbücher ein Umsatz von über 210 Millionen Euro angepeilt, 140 Millionen im Sektor Erdöl, 70 Millionen im Bereich Tunnelbohrmaschinen, Bergbau und Konstruktion.

Als Anzeichen der Wertschätzung, die Aker dem Standort Erkelenz entgegenbringt, wurden bei der Betriebsversammlung die bereits getätigten und die beabsichtigten Investitionen bewertet. In den vergangenen beiden Jahren wurden 10,2 Millionen Euro bei Wirth investiert. Der Investitionsplan bis 2011 sieht weitere 23 Millionen Euro vor, fünf für die Ersatzteilbeschaffung, 18 für eine Erweiterung. Ein Bedenken bleibt: Abhängig sind die zukünftigen Investitionen zum Teil auch von der weltwirtschaftlichen Entwicklung.

Wie zu hören war, sollen Kleuters und Kroppen Geschäftsführer bleiben und für eine Integration von Wirth in den Konzern nach Vorgaben von Aker sorgen.
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