Aids-Beratung meldet mehr Fälle

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Kreis Heinsberg. Das Hauptziel vom Aids-Beratungs- und Hilfsdienst der Arbeiterwohlfahrt ist die Verhinderung einer weiteren Verbreitung von HIV-Infektionen und Aids-Erkrankungen.

Im vergangenen Jahr fanden - bei 67 Beratungsfällen - insgesamt 240 persönliche oder telefonische Beratungskontakte statt. Neben den Beratungsgesprächen gab es zwölf Informationskontakte mit Multiplikatoren und zwölf Gruppentreffen mit der HIV-Gruppe im Kreis Heinsberg. Zudem wurden in 47 Präventionsveranstaltungen 1330 Teilnehmer erreicht.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Fallzahlen in der Beratung leicht gestiegen, die Anzahl der Beratungskontakte ist dagegen etwas gesunken. Dies erklärt sich laut Diplom-Sozialpädagogin Renate Kaspar, Leiterin der Einrichtung, aus dem Umstand, dass ein Teil der Klienten aufgrund ihrer vielschichtigen Problemlagen auf ergänzende Angebote oder andere soziale Dienste verwiesen wurde.

31 Beratungsfälle bezogen sich vorwiegend auf den Präventionsbereich, bei 36 Personen handelte es sich um HIV-Infizierte, deren Partner oder andere Angehörige. Bei Beratungen dieser Personengruppen liegen unverändert die sozialrechtlichen Fragen wegen finanzieller Probleme an erster Stelle, gefolgt von Fragen im Zusammenhang mit der medizinischen Versorgung und Problemen in der Familie oder Partnerschaft.

Die Zahl der Fälle, in denen Betroffene nach finanziellen Hilfen fragten, hat sich nicht verringert. Auch im Jahr 2009 konnten acht Personen, die sich in einer finanziellen Notlage befanden, über Spendeneinnahmen aus dem Aids-Fonds der Arbeiterwohlfahrt unterstützt werden. Spenden an diesen Fonds würden weiterhin dringend gebraucht, so Kaspar.

In Ergänzung zum individuellen Beratungsangebot am Telefon oder mit persönlichem Termin bilden die Präventionsangebote insbesondere in Schulen einen Schwerpunkt der Tätigkeiten. Weitere Projekte wurden realisiert zur Karnevalszeit und zum Welt-Aids-Tag.

Renate Kaspar dankte allen Personen und Institutionen für das erwiesene Vertrauen und die konstruktive Zusammenarbeit, den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen für ihren Einsatz sowie allen Spendern, die dazu beigetragen hätten, dass der Aids-Fonds der AWO zur Unterstützung HIV-Infizierter weiter zur Verfügung stehe.

Der Aids-Beratungs- und Hilfsdienst der AWO ist in Hückelhoven an der Bauerstraße 38 zu finden. Persönliche Beratung gibt es nach Terminvereinbarung unter Telefon 02433 - 90 17 30.

Spenden sind möglich unter dem Kennwort „Aids-Fonds” auf das Konto vom AWO-Kreisverband Heinsberg mit der Kontonummer 2004646 bei der Kreissparkasse Heinsberg (Bankleitzahl 31251220).

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