Hückelhoven-Ratheim - „Adolfoferkel” werden jetzt am See aktiv

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„Adolfoferkel” werden jetzt am See aktiv

Von: Norbert F. Schuldei
Letzte Aktualisierung:

Hückelhoven-Ratheim. Der Adolfosee ist bei Spaziergängern so beliebt wie bei Anglern oder Seglern, Tauchern oder Schwimmern - es gibt nicht viele Gebiete im Stadtgebiet Hückelhoven, die einen solchen Naherholungswert aufweisen wie der See am Rande von Ratheim.

So schön die Umgebung auch ist - so sehr wird das Gelände gerade in diesen Tagen wieder zum Ärgernis: „Bei meinem heutigen Besuch am Adolfosee ist mir aufgefallen, dass nach ein paar Tagen mit angenehmen Temperaturen wieder überall die allseits beliebten ,Adolfoferkel´ unterwegs waren und überall ihren Müll hinterlassen haben”, sagt Uwe Heldens von der Interessengemeinschaft Ophoven, der den Adolfosee das ganze Jahr über regelmäßig besucht.

Die „Ferkel”, wie er die Zeitgenossen nennt, die ihren Müll entweder achtlos wegwerfen oder vorsätzlich liegenlassen, „bleiben in der kalten Jahreszeit in ihrem Unterschlupf.” Aber, so Heldens weiter, „sobald es jedoch warm und sonnig wird, gibt es für diese Gattung kein Halten mehr.” Dass am und um den See gerade in diesen Sommertagen Anfang des Frühlings sich Menschen am See sonnen und dort feiern, dabei Getränke und Essbares mitbringen, ist ganz normal.

„Aber”, gibt Uwe Heldens kommentierend zu bedenken, „die Mutation vom Sonnenanbeter zum Adolfoseeferkel beginnt nach ein paar Bier oder etwas Alkohol: Da hat diese Gattung keine Scheu mehr, das wahre Gesicht zu zeigen.” Und das sieht nach Heldens so aus: „Passanten werden angepöbelt, es gibt dumme bis dämliche Bemerkungen, und vor allem bleibt das, was man mitgebracht hat, nicht selten vor Ort liegen.” Der Angelverein, dessen Hausgewässer der See ist, startet in jedem Herbst eine Säuberungsaktion am See.

„Nach einem besonders schönen Sommer haben wir als Rekordergebnis mal 140 Säcke mit Unrat gesammelt”, sagt der Vorsitzende des Vereins, Hubert Pantin. „Schön wäre es, wenn die Vertreter des Ordnungsamtes hier mal richtig tätig würden und den Adolfoseeferkeln einmal so einen kleinen Wink mit dem Überweisungsträger geben würden”, glaubt Uwe Heldens. Hubert Pantin ist da etwas anderer Ansicht: „Ich glaube nicht, dass man damit einen nachhaltige Verbesserung der Situation erreichen würde”, sagt er.

Er hält es für sinnvoller, an das Verantwortungsbewusstsein und den gesunden Menschenverstand der Benutzer des schönen Geländes um den Adolfosee zu appellieren: „Wer Getränkedosen in vollem Zustand an den See schleppt, sollte auch in der Lage sein, sie in leerem Zustand, wenn sie wesentlich leichter sind, in einen der vielen Papierkörbe am See zu entsorgen.” Das leuchtet ein. Oder?
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