Kreis Heinsberg - Acht Einrichtungen als „Faires Jugendhaus“ ausgezeichnet

Acht Einrichtungen als „Faires Jugendhaus“ ausgezeichnet

Von: rie
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Die lange Reise einer Jeans: Vera Grunert vom Kinder- und Jugendzentrum Cirkel vermittelte selbst den ­Kleinsten einen Eindruck davon, welch harte Arbeit es ist, eine solche Hose zu produzieren. Foto: Sebastian Riechel
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Einen richtigen Lederball zu knüpfen, dies ist gar nicht so einfach, wie die Jugendlichen darstellten.
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Mit Blick auf Artenvielfalt und fairen Handel ging es auch um Apfel­sorten aus der Region Selfkant.

Kreis Heinsberg. Auf den Weg machen, die Welt gerechter zu gestalten. Diesen Weg haben acht evangelische Jugendeinrichtungen aus dem Kreis Heinsberg eingeschlagen und wurden dafür jetzt von der Evangelischen Jugend im Rheinland bei einer Feierstunde in Erkelenz ausgezeichnet.

Hintergrund ist die Kampagne „Faires Jugendhaus“, die von der Evangelischen Jugend 2017 ins Leben gerufen wurde. Erklärtes Ziel ist es, Kinder und Jugendliche für das Thema des fairen Handels und damit weltweite Gerechtigkeit zu sensibilisieren und zu begeistern. Zudem bietet die Aktion den Jugendlichen die Möglichkeit, sich aktiv für eine bessere Welt einzusetzen.

Wilfried Drews von der AG ­Faires Jugendhaus erläuterte die Kriterien, welche die Jugendeinrichtungen erfüllen mussten. „Dazu gehört zunächst einmal ein Team zu bilden, das sich gemeinsam an die Arbeit macht“, erklärte er. Dieses Team sollte sich dann mit konkreten Fairtrade-Produkten beschäftigen und den fairen Handel im Ganzen thematisch aufarbeiten. Viertes Kriterium war die Öffentlichkeitsarbeit.

Denn es sei wichtig, dass auch andere die Arbeiten sehen und sich so mit dem fairen Handel auseinandersetzen würden, wie Drews klarmachte. Deshalb durften auch die Besucher sich im Rahmen der Feierstunde selbst von den verschiedenen Aktionen überzeugen. So wurde vom gastgebenden Jugendzentrum Zak in Erkelenz selbst ­gemachtes Nutella angeboten genauso wie frischer Kakao aus der „Fairtrade-Kakao-Bar“.

Das Kinder- und Jugendzentrum Cirkel hatte sich beispielsweise mit der langen Reise der Jeans beschäftigt. Da bekamen die Besucher einen Eindruck davon, welchen Aufwand und welche harte Arbeit die Näherinnen in den Textilfabriken leisten. Die Bandbreite an Themen war sehr groß.

Auch Jens Sannig, Superintendent des Kirchenkreises Jülich, zeigte sich beeindruckt von den Aktionen der Kinder und Jugendlichen. „Diese Ausstellung ist ein hervorragendes Zeichen dafür, dass die Jugend das Heft nun selbst in die Hand nimmt und auch selbst untereinander über das Thema Fairtrade ins Gespräch kommt“, freute er sich.

Niemand könne mehr sagen, dass es egal sei, was konsumiert werde. „Denn wir wollen heute leben, aber auch noch morgen und übermorgen“, fügte Sannig hinzu. Die Kirchengemeinden könnten und müssten daher Vorbild sein, damit sich das Verhalten auch wirklich nachhaltig verändere.

Anschließend wurden die acht Jugendhäuser aus dem Kreis Heinsberg für ihr Engagement geehrt und von Landesjugendpfarrerin Simone Enthöfer mit dem Zertifikat „Faires Jugendhaus“ ausgezeichnet.

 

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