Heinsberg - Abkehr vom „Unterricht im Gleichschritt”

Abkehr vom „Unterricht im Gleichschritt”

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Heinsberg. Zwei „Unternehmensberater” nahmen in diesen Tagen das Kreisgymnasium unter die Lupe.

So ließe sich der Umstand beschreiben, dass ein zweiköpfiges Inspektorenteam 60 Unterrichtsbesuche von jeweils 20 Minuten Dauer am Kreisgymnasium absolvierte und zudem ausführliche Gespräche mit Eltern, Lehrern, Schülern, der Schulleitung, dem Personal der Schule und Vertretern des Schulträgers führte.

Die „Unternehmensberater” sind in Wahrheit ein Team für Qualitätsanalyse und gehören zur oberen Schulaufsicht, die für Schulen im Kreis Heinsberg durch die Bezirksregierung Köln erfolgt.

Als der leitende Regierungsschuldirektor Michael Dorn nun das vorläufige Resultat vorlegte, stellte sich heraus, dass das prägnanteste Charakteristikum der Schule aus seiner Sicht offenbar war, dass die Schule ihren Schülern viele Orientierungen und Wege erschließe. Begabungen würden ebenso wie Neigungen auf vielfältige Weise gefördert; das Schulleben sei auf Begegnung und Beteiligung ausgerichtet und gebe viele Anstöße zur Entfaltung der Persönlichkeit. Leistungsbereitschaft und Ideenreichtum der Schüler seien neben der Professionalität der Lehrer eine der Stärken der Schule.

Deutlich sei allerdings auch die Mahnung der Prüfer ausgefallen, dieses Potenzial noch weitaus stärker als bisher zu nutzen, sagt Krewald. Zwar sei das Gymnasium keine Schule des Frontalunterrichts, aber es gebe viel zu wenig individuelle Lernwege, bemängelten die Inspektoren und ermutigten die Schule, vom „Unterricht im Gleichschritt” abzurücken und auf ein Unterrichtsmodell umzusteigen, in dem die Schüler in viel größerem Maße als bisher selbstständig lernen, ihren Lernprozess eigenständig steuern und zum entdeckenden Lernen herausgefordert würden.
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