Abfallgebühren steigen 2017 im Kreis Heinsberg

Von: disch
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Die Abfallgebühren sollen im Kreis Heinsberg steigen. Das sieht zumindest die Kalkulation für 2017 vor. Foto: imago/McPhoto

Kreis Heinsberg. Nachdem die seit 2013 laufenden, für den Kreis günstigeren Entsorgungsverträge sowohl für 2014 als auch für 2015 deutliche Gebührensenkungen möglich gemacht und die Gebührensatzung für 2016 Stabilität bei den Gebühren ausgewiesen hatte, steht nun aber für 2017 eine Gebührenerhöhung für Restmüll ins Haus.

Dies geht aus den Sitzungsunterlagen des Ausschusses für Umwelt und Verkehr hervor, der am kommenden Dienstag, 27. September, um 18 Uhr im Heinsberger Kreishaus tagt. Nach der Kalkulation sollen die von den Städten und Gemeinden an den Kreis zu entrichtenden Gebühren, die indirekt maßgeblich die von den Bürgern zu zahlenden Müllgebühren vor Ort in den Kommunen beeinflussen, zum Jahreswechsel angehoben werden.

„Die Kosten für den Abfallumschlag in der Umschlaganlage in Gangelt-Hahnbusch sowie Transport und Entsorgung in den Müllverbrennungsanlagen Weisweiler und Asdonkshof stellen auch weiterhin die mit Abstand größten Einzelpositionen bei den Ausgaben des Abfallwirtschaftsbetriebes des Kreises Heinsberg dar“, heißt es in der Sitzungsvorlage.

„Bereits zum 1. April 2013 konnten der Transport und die Entsorgung von Rest- und Sperrmüll nach einer europaweiten Ausschreibung neu vergeben werden. Aufgrund der in diesem Ausschreibungsverfahren erzielten Ergebnisse konnten die Abfallgebühren ab 1. Januar 2014 reduziert werden.“

Der Finanzbedarf im Jahr 2017 werde wie in den vergangenen Jahren von den Kosten der Betriebsführung der Standorte Hahnbusch und Rothenbach einschließlich der Entsorgung der Abfälle maßgeblich beeinflusst. Diese Kosten stünden in Abhängigkeit von der Entwicklung der Preisindizes für Lohn, Geräte, Energie, Betriebsgebäude, Investitionsgüter und Verbraucherpreise.

Die Grundgebühr ist laut Verwaltung grundsätzlich den allgemeinen Kostensteigerungen anzupassen. Eine Erhöhung der Grundgebühr von 6,30 Euro auf 6,68 Euro je Einwohner sei erforderlich.

Die Gewichtsgebühr berücksichtigt alle nicht abgedeckten Kosten wie Personalaufwendungen oder Abschreibungen. Diese Gebühr wird nach den erwarteten Anliefermengen kalkuliert und beträgt derzeit 103 Euro je Gewichtstonne.

„Die Gewichtsgebühr konnte nur durch die Auflösung von Überschüssen gehalten werden“, so die Verwaltung. Für 2017 und voraussichtlich für die Folgejahre ergebe sich aufgrund der nicht mehr verfügbaren Überschüsse und Mittel der Betriebsrisikenrückstellung sowie der notwendigen Zuführungsbeträge in die Deponierückstellung ein Gebührenbedarf von 119 Euro je Gewichtstonne.

Durch die ab 2010 in Betrieb genommene Schadstoffumschlaganlage auf dem Gelände der Umschlaganlage Gangelt-Hahnbusch habe in den vergangenen Jahren eine Gebührenreduzierung auf zuletzt 0,75 Euro je Einwohner erfolgen können, erklärte die Verwaltung mit Blick auf die Sonderabfallgebühr für Schadstoffe. Durch eine vorteilhafte Auftragsvergabe zum 1. Oktober 2016 bestehe keine Notwendigkeit, diese Gebühr zu verändern. Die Verwaltung schlage vor, sie unverändert bei 0,75 Euro je Einwohner zu belassen.

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