Hückelhoven - 642.000 Euro für Kunstrasenplatz in Ratheim

642.000 Euro für Kunstrasenplatz in Ratheim

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Hückelhoven. In Ratheim wird der erste Kunstrasenplatz im Stadtgebiet eingerichtet, der Aschenplatz wird dafür geopfert. Dies beschloss der Sportausschuss auf seiner letzten Sitzung.

Der Kunstrasen wird 642.000 Euro kosten, die aus dem Konjunkturpaket II bestritten werden. Die Geldspritze macht es möglich, schneller und größer zu planen. Eine Überholung des Ratheimer Sportplatzgeländes war zuerst für das kommende Jahr geplant. Der Verein für Jugendsport (VfJ) Ratheim 1912 hatte im Mai die Umgestaltung des Tennenspielfeldes beantragt.

Martin Hiller vom Bedburger Planungsbüro „Geo3” stellte auf der Sitzung eine entsprechende Konzeption und Kostenschätzung vor. Die Nutzungsdauer eines Kunstrasens bezifferte er mit rund 15 Jahren, danach müsse er für rund 200.000 Euro ausgewechselt werden. Eine Auswechslung sei zweimal möglich, bevor die komplette Anlage erneuert werden müsste.

Hiller wies darauf hin, dass die Einrichtung eines Kunstrasenplatzes erst bei intensiver Nutzung von rund 2000 Stunden im Jahr sinnvoll sei. Diese Anforderung übertrifft der VfJ mit 2400 nachgewiesenen Nutzungsstunden problemlos. Diese intensive Nutzung habe auch einer Überprüfung standgehalten, wie der Erste Beigeordnete Helmut Holländer auf der Sitzung betonte.

Bisher hatte sich der Ausschuss mit rein theoretischen Zahlen beschäftigt, die nun konkretisiert werden konnten. Die Sanierung des Aschenplatzes hätte laut Hillers Berechnung rund 350 000 Euro gekostet. Der Umbau zum Kunstrasenplatz würde mit zusätzlichen 250.000 Euro zu Buche schlagen. Mit zusätzlichen Kosten für die Befestigung der Zufahrt, einer stabilen erhöhten Fläche für die Zuschauer und eine Einzäunung sowie eine Flutlichtanlage kamen die 642.000 Euro zustande.

Die Mitglieder des Sportausschusses zeigten sich zufrieden. Einmütig sprachen Heinz-Josef Kreutzer (CDU) und Willi Spichartz (SPD) von einem Pilotprojekt, dessen Chance genutzt werden müsse. „Wir haben die Chance, einen großen Wurf zu landen”, betonte Kreutzer, während Spichartz für Hückelhovener Verhältnisse von einer „finanziellen Champions League” sprach. Einzig Dr. Henning Herzberg von den Grünen zeigte sich nicht angetan von der Lösung, beinhaltet sie doch das Fällen mehrerer Bäume, darunter auch einer Eiche am Spielfeldrand. Dem entgegnete Bürgermeister Jansen, dass die Stadt in diesem Jahr bereits an verschiedenen Stellen rund 30 neue Bäume gepflanzt habe.

Letztendlich enthielten sich die Grünen bei der Abstimmung. Der auf drei Jahre ausgelegten Ertüchtigung des Naturrasenplatzes bei jährlichen Kosten von rund 17.000 Euro stimmten die Grünen jedoch zu, sodass sie einstimmig auf den Weg gebracht werden konnte.
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