Erkelenz - 57-jähriger Anästhesist vor Gericht

57-jähriger Anästhesist vor Gericht

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Erkelenz. Wegen fahrlässiger Tötung muss sich ein 57-jähriger Anästhesist in der nächsten Woche bei einem Strafprozess vor dem Amtsgericht in Erkelenz verantworten.

Dem Mediziner wirft die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach vor, fahrlässig vor fast genau vier Jahren den Tod eines fünfjährigen Kindes verursacht zu haben, das am 19. März 2007 im Hermann-Josef-Krankenhaus in Erkelenz an den Mandeln operiert worden war.

Nach der Entlassung des Kindes aus der stationären Verhandlung soll es am 23. März zu einer ersten Nachblutung gekommen sein, die eine erneute stationäre Aufnahme im Krankenhaus Erkelenz notwenig machte.

Gegen 5 Uhr am 24.März kam es zu einer stärkeren Nachblutung, die einer operativen Revision bedurfte. Nach einer weiteren Blutung um 17 Uhr trat gegen 22.45 Uhr eine erneute Nachblutung auf.

Der diensthabende Anästhesist leitete eine Intubationsnarkose ein, in deren Verlauf das Kind starb. Hierbei soll nach Auffassung der Staatsanwaltschaft der Arzt gegen die Sorgfaltspflicht verstoßen haben.

Er habe, so der Vorwurf, zuvor das Ausmaß der Notfallsituation nicht festgestellt. Bei der Feststellung des Sorgfaltspflichtverstoßes beruft sich die Anklagevertretung vornehmlich auf die Gutachten dreier Mediziner.

Diese Gutachter sind ebenso wie vier Zeugen zu der zweitägigen Verhandlung geladen.
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