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4,2 Millionen Euro in das Kreisgymnasium investiert

Von: Petra Wolters
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Von der ihm zufolge „großartigen Schulbibliothek” überzeugte sich Landrat Stephan Pusch selbst, zusammen mit Schulleiterin Annegret Krewald und Lehrerin Irene Rödig (von links), die an der Gestaltung der Bibliothek mitgewirkt hat. Foto: Petra Wolters

Heinsberg. Nach dreieinhalb Jahren Bauzeit sind alle Gerüste wieder verschwunden. In starker Farbigkeit, mit roten Fensterrahmen in einer grünen Glasfassade, hebt sich der „Trakt II”, der ehemaligen Schülern noch als „Neubau II” in Erinnerung ist, neben dem ehrwürdigen Altbau der Schule und auch in der Betrachtung des gesamten Gebäudekarrees an der Linderner Straße optisch eindrucksvoll hervor.

„Man ist fast versucht, es wieder Neubau II zu nennen”, betonte dann auch Schulleiterin Annegret Krewald in ihrer Begrüßung anlässlich der offiziellen Eröffnung des sanierten Gebäudes des Kreisgymnasiums Heinsberg.

„Es steckt voller guter Ideen, voller intelligenter Lösungen, es ist geprägt von vielen zukunftssicheren, manchmal auch mutigen Entscheidungen.” Kreative, einsatzfreudige Menschen seien am Werk gewesen, denen der nötige Spielraum gegeben worden sei, erklärte sie und dankte dafür dem Schulträger, der durch Landrat Stephan Pusch und die zuständigen Vertreter der Kreisverwaltung bei der Eröffnung anwesend war.

Im März 2006 sei der Trakt geräumt worden, „und eine turbulente Zeit begann”, blickte Krewald zurück. Da dann von vier nur noch drei Gebäude zur Verfügung standen, habe auf den Gängen drangvolle Enge geherrscht und in allen Räumen habe man sich die Klinke in die Hand gegeben. „Stunden- und Vertretungspläne wirkten geradezu barock in ihrer Üppigkeit, Klausurzeiten waren wegen der vielen Planänderungen die Hölle.”

Jetzt aber hätten die gut dreihundert Oberstufenschüler wieder ihr eigenes Zuhause, auch wenn man nicht so ganz wieder eingezogen sei. „Manches ist noch nicht völlig eingeräumt und mache Entscheidungen für die Ausstattung können wir auch erst jetzt treffen, wo wir das Gebäude im Alltagsbetrieb erleben”, so die Schulleiterin.

Mit den zu Ende geführten Maßnahmen sei die ohnehin hoch angesehene Schule weiter aufgewertet worden, freute sich der Landrat in seiner Rede. Dass die Bauphase sich über mehrere Jahre erstreckt habe, sei der Tatsache geschuldet, dass der Schulträger alle notwendigen Maßnahmen zwecks Renovierung und Umbau zu einem großen Gesamtprojekt zusammengefasst habe, um mittelfristig neue Bauarbeiten an diesem Trakt auszuschließen. Die Umbauten seien notwendig gewesen wegen der Schulzeitverkürzung und der Einführung der Ganztagsschule.

An die Erneuerung von Fassade und Fenstern in einem ersten Bauabschnitt hätten sich ab Mai 2007 die Innenarbeiten angeschlossen, ließ Pusch das Projekt nochmals Revue passieren. Die Elektroanlage, der Fußboden und das Dach seien saniert sowie umfassende Maler- und Anstreicherarbeiten durchgeführt worden. „Viel bedeutsamer ist, dass hier eine hochmoderne naturwissenschaftliche Abteilung, eine großartige Schulbibliothek sowie eine Cafeteria entstanden sind”, fügte er hinzu.

Mit Investitionen in Höhe von insgesamt 4,2 Millionen Euro in den vergangenen vier Jahren habe der Kreis hier eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie sehr ihm die Schule am Herzen liege. Dankend hob er hervor, dass es möglich war, den Unterricht ohne zusätzliche Behelfsräume durchzuführen. „Dies war sicherlich eine ausgezeichnete organisatorische Leistung”, so Pusch. „Nach der Fertigstellung liegen nunmehr beste Voraussetzungen vor, dass das Kreisgymnasium den Anforderungen an ein modernes Gymnasium genügt.”

Für den musikalischen Rahmen der Eröffnungsfeier sorgten die Jazz AG sowie Susanna Schael und Bernadette Mauro mit Schülern der Jahrgangsstufe sieben, die mit Geigen, Klavier und Gesang Filmmusiken aus „Die Kinder des Monsieur Mathieu” und aus „Fluch der Karibik” präsentierten. Ein Stück „spaßhafte Tragödie” aus dem „Mittsommernachtstraum”, in dem auch die Schulleiterin und der Landrat ihre Darsteller hatten, bot der Literaturkurs der Stufe 13.
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