Erkelenz-Genehen - 2500 Musikfans rocken im Zelt auf dem Stoppelfeld

2500 Musikfans rocken im Zelt auf dem Stoppelfeld

Von: hewi
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Erkelenz-Genehen. Ein sehr positiver Nebeneffekt der Erntezeit ist, dass auf den abgeernteten Flächen ordentlich Platz zum Feiern ist. Dass nennt man dann Stoppelfeldfete.

Die erste vor 30 Jahren war eine private Geburtstagsfeier. Zwischenzeitlich hat sich die Stoppelfeldfete der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) zu einem festen Termin in den Jahresplanungen vieler Menschen entwickelt.

Und das auch über das Erkelenzer Land hinaus. Wenn die KLJB zum Tanz auf dem Feld einlädt, kommt das Partyvolk aus der gesamten Region und generationenübergreifend zusammen, um in der Wagenburg zur Livemusik zu rocken.

Mit von der Party waren wieder die Musiker der belgischen Band Wallstreet, die in gewohnter Manier bis tief in die Nacht aufspielten. Einlass zum Stoppelfeld-Event ist ab 16 Jahren, weshalb die Organisatoren gerade die jüngeren Besucher immer wieder bitten, an ihre Personalausweise zu denken.

Denn am Einlass wurde streng auf die Altersvorgabe geachtet. „Man sieht es den Leuten ja nicht an, wie alt sie sind”, erklärte ein Mitarbeiter des Sicherheitsteams. Bei vielen der Besucher war das jedoch nicht nötig, denn sie kommen seit Jahren zur Stoppelfeldfete und bringen heute oftmals ihre mittlerweile ebenfalls erwachsenen Kinder mit.

Viele Besucher hatten sich zu Fuß auf den Weg gemacht oder das Rad benutzt. Die auswärtigen Gäste konnten sich von der Autobahnabfahrt an über ein ausgeklügeltes Leitsystem freuen, das sie sicher zum großen Parkplatz neben dem Partygelände zwischen Commerden und Genehen führte.

Am Programm hatte sich gegenüber dem Vorjahr nichts geändert. In der Mitte der geräumigen Wagenburg wartete ein rund 1300 Quadratmeter großes Zelt mit einer 50 Meter langen Theke auf die Besucher. Im Außenbereich standen eine weitere Theke und eine Cocktailbar zur Durstbekämpfung bereit. An der Theke im Zelt taten viele Helfer rund um die Uhr ihren Dienst.

Gestandene Besucher erinnerten sich an die Anfänge des Traditions-Events. Begonnen hatte alles mit einer Geburtstagsparty am Lagerfeuer. Das Lagerfeuer gibt es aus Sicherheitsgründen nicht mehr. Auch beim Einlass und für die Sicherheit der Besucher hat sich einiges geändert.

Seit dem Unglück bei der Loveparade in Duisburg achten die Veranstalter darauf, dass es ausreichend und schnell erreichbare Fluchtwege gibt. Beim Thema Sicherheit setzt das KLJB-Team schon länger auf Profis.

„Auch wenn es hier meistens ganz friedlich zugeht, ist es besser, mit Profis zusammenzuarbeiten”, erklärte der KLJB-Vorsitzende Markus Wilms, kurz bevor die ersten Gäste auf das Stoppelfeld strömten. Auch auf die Hilfe der Ehemaligen können sich die Junglandwirte immer verlassen.

Am Ende waren es über 2500 Gäste, die den Weg zum abgemähten Kornfeld gefunden hatten und voll auf ihre Kosten gekommen waren. Das Ganze dient auch noch einem guten Zweck. Denn mittlerweile konnten die Veranstalter aus den Erlösen ihrer Riesenparty rund 36.000 Euro an die Kinderkrebshilfe Ophoven spenden.
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