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25. Mai ist der große Wahltag: bis zu fünf Stimmzettel

Von: disch
Letzte Aktualisierung:

Kreis Heinsberg. Insgesamt 216 Wahllokale werden am Sonntag, 25. Mai, von 8 bis 18 Uhr im Kreis Heinsberg geöffnet sein – am großen Wahltag. Dann ist die Europawahl angesagt. Aber aus lokaler Sicht werden vor allem die Kommunalwahlen im Blickpunkt stehen. Wahlberechtigt sind im Kreis Heinsberg circa 208.000 Menschen.

Es wird über die Besetzung des Landratspostens und über die Zusammensetzung des Kreistages entschieden. In den Städten und Gemeinden erfolgen an diesem Tag ebenfalls die Weichenstellungen: Die Bürger wählen die Ratsmitglieder. Und in acht der zehn Kommunen stehen Bürgermeisterwahlen an.

Nur in der Stadt Geilenkirchen (Thomas Fiedler) und in der Gemeinde Selfkant (Herbert Corsten) hatten sich die Amts­inhaber entschlossen, bis 2015 weiterzumachen und nicht über einen Rücktritt den Weg zu gemeinsamen Rats- und Bürgermeisterwahlen 2014 freizumachen.

So erhalten die Bürger entweder drei, vier oder fünf Stimmzettel.

Nur drei Stimmzettel (für Landrat, Kreistag und Stadt- oder Gemeinderat) erhält, wer in Geilenkirchen oder Selfkant wohnt und zwischen 16 und 18 Jahre alt ist, denn: Bei der Kommunalwahl sind zwar auch alle Jugendlichen ab 16 wahlberechtigt, bei der Europawahl aber gilt weiterhin das Wahlrecht erst ab 18.

Vier Stimmzettel (für Europa, Landrat, Kreistag und Stadt- oder Gemeinderat) erhalten alle erwachsenen Wähler in Geilenkirchen und Selfkant, vier Stimmzettel (für Landrat, Kreistag, Bürgermeister und Stadt- beziehungsweise Gemeinderat) erhalten aber auch alle Wähler zwischen 16 und 18 Jahren in den anderen acht Kommunen.

Das ganze Programm mit fünf Stimmzetteln erwartet schließlich die erwachsenen Wähler in diesen acht Kommunen, in denen eben auch eine Bürgermeisterwahl ansteht, also in Gangelt, Erkelenz, Heinsberg, ­Hückelhoven, Waldfeucht, Wassenberg, Wegberg und Übach-Palenberg.

Wie hoch wird die Wahlbeteiligung sein? Bei der Europawahl im Jahr 2009 hatten im Kreis Heinsberg 76.711 von 187.763 Wahlberechtigten ihr Wahlrecht genutzt; etwas mehr als 40 Prozent. Bei der Kommunalwahlen 2009 waren es 112.440 von 204.369 Wahlberechtigten; also rund 55 Prozent.

Wer tritt an im Kreis?

Während auf dem Stimmzettel für die Europawahl 24 Parteien auftauchen, ist im Vergleich dazu das Spektrum bei den Kommunalwahlen dazu deutlich übersichtlicher. So wurden für die Kreistagswahl neun Wahlvorschläge von ­Parteien oder ­Wählergruppen zugelassen: Da sind CDU, SPD, Grüne, FDP, Freie Wähler, Linke und NPD; sie sind alle ­aktuell bereits im Kreistag vertreten, wobei die CDU bei der Wahl 2009 mit 51,8 Prozent ihre absolute Mehrheit verteidigte.

Neu dabei sind Alternative für Deutschland (AfD) und Piratenpartei. Alle neun Parteien oder Wählergruppen haben sowohl Direktkandidaten aufgestellt als auch Reservelisten eingereicht. Die Piraten treten allerdings nur in elf der 27 Kreistagswahlbezirke an. Die AfD hatte in zwei der 27 Wahlbezirke (Selfkant und Gangelt) keine Unterstützungsunterschriften für die Wahlvorschläge vorlegen können und diese zurückgezogen. Da es bei der Kreistagswahl keine Aufteilung in Erst- und Zweitstimmen gibt, werden die Piraten deshalb nur in elf der 27 Bezirke und die AfD nur in 25 der 27 Bezirke auf den Stimmzetteln stehen.

Auf den Stimmzetteln für die Landratswahl stehen die Namen von fünf Kandidaten, denn neben CDU (Stephan Pusch), SPD (Ralf Derichs) Grüne (Maria Meurer) und FDP (Dr. Klaus J. Wagner) ist auch da die vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestufte NPD (Heiko Glowka) vertreten.

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