220 Besucher finden Platz in neuer Begegnungsstätte

Von: anna
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Ihre Form und die große Glasf
Ihre Form und die große Glasfront prägen die neue Begegnungsstätte in Wassenberg, die farblich in Grau und Rot gestaltet ist. Foto: Anna-Petra Thomas

Wassenberg. Im Rahmen eines Festaktes mit geladenen Gästen hat die Stadt Wassenberg die am alten Standort neu gebaute, multifunktionale Bildungs- und Begegnungsstätte am Pontorsonplatz ihrer Bestimmung übergeben.

Die Sonne strahlte während der Feier durch die große Glasfront in den rund 180 Quadratmeter großen Veranstaltungs- und Versammlungsraum, der mit blauen Hyazinthen und kleinen, gelben Narzissen dezent in Stadtfarben dekoriert war. „Erfreu dich an dem Sonnenstrahl, den dir der Frühling schenkt”, sang der MGV 1860 Wassenberg ganz passend zur Einstimmung.

Bürgermeister Manfred Winkens begrüßte unter den Gästen besonders all diejenigen, die an der Planung und am Bau der Begegnungsstätte sowie an der Realisierung der Außenanlagen beteiligt waren. Anschließend ließ er die Baugeschichte noch einmal Revue passieren. Nachdem die Sanierungskosten auf rund 450 000 Euro addiert worden seien, habe man sich im Herbst 2009 dank der Möglichkeiten des Konjunkturpakets II für einen Neubau entschieden und die Kosten auf 700 000 gedeckelt, berichtete der Bürgermeister.

Aus dem Bereich Bildung hätten aus dem Konjunkturpaket weitere 50 000 Euro Richtung Begegnungsstätte umgeschichtet werden können. Zusammen mit Einsparungen an anderen Stellen hätten schließlich 775 000 Euro zur Verfügung gestanden. Möglich geworden seien so zusätzlich Arbeiten an der Außenanlage, die Anschaffung von Küche, Möbeln und von modernen Medien.

Der Versammlungsraum, der für eine Teilung baulich vorbereitet ist, bietet Sitzplätze für 220 Besucher. Angeschlossen sind eine Küche und ein Lagerraum. Neben den Sanitäranlagen stehen weitere kleinere Räumlichkeiten zur Verfügung. Beheizt wird das Gebäude durch Erdwärme. „Somit verfügen wir hier über eine äußerst umweltfreundliche und kostengünstige Energieversorgung”, so Winkens.

Außen am Gebäude sind Strom- und Wasseranschlüsse vorhanden für eine Versorgung bei Veranstaltungen auf dem Pontorsonplatz. Dafür können auch die Toiletten der Begegnungsstätte genutzt werden, ohne dass dazu das gesamte Gebäude geöffnet werden müsse. Also „eine wunderschöne neue Einrichtung, die für vielfältige Zwecke und Veranstaltungen hervorragend genutzt werden kann”.Er hoffe sehr, dass sie angenommen werde, „und ich wünsche allen, die das neue Haus ab heute nutzen, dass sie sich hier wohlfühlen und viel Spaß haben werden”, so Winkens. Dabei verwies er nicht zuletzt auf die Umgebung, die den Standort attraktiv macht, „so dass hoffentlich sehr viele Besucherinnen und Besucher diese neue Kommunikationsmöglichkeit in der Stadt Wassenberg nutzen werden”.

Nach seinem persönlichen Dank an den Architekten Norbert Schiefke sowie die Verwaltungsmitarbeiter Manfred Sieg und Willi Wilms würdigte er auch die Unterstützung der katholischen Kirchengemeinde St. Marien, die das Pfarrheim von St. Georg während der Bauzeit als Ausweichquartier zur Verfügung gestellt hatte. Deren Propst Thomas Wieners übernahm im Laufe des Festakts mit dem evangelischen Pfarrer Dr. Titus Reinmuth die Einsegnung des Gebäudes.

Ortsvorsteher Heinz-Josef Harren erinnerte noch einmal an die Geschichte der ursprünglichen Begegnungsstätte am gleichen Ort, die 1973 in Betrieb gegangen war. „Im Laufe der Zeit haben jährlich circa 10 000 Besucher aus Wassenberg, aber auch aus dem gesamten Kreisgebiet die Vorzüge der Einrichtung kennen und nutzen gelernt”, erklärte er. Er wisse, „dass diese Einrichtung bereits jetzt als weitere Bereicherung für den Stadtkern Wassenberg angesehen wird”, erklärte er. Ziel müsse es sein, noch mehr Mitbürger als bisher zum Besuch dieses Hauses zu bewegen, um Begegnungen verschiedener Art zu pflegen, sowohl im geselligen Gespräch als auch zu Übungszwecken oder zu Auftritten von Vereinen. „Man hat uns die Chance einer neuen kommunalen Einrichtung gegeben. Es liegt an uns, diese zu nutzen”, schloss Harren.

Nachdem Walter Bienen eine Kostprobe zum „Plattdüsch-Oavend” gegeben hatte, der regelmäßig in der Begegnungsstätte stattfindet, und der MGV sich erneut musikalisch engagiert hatte, übergab Schiefke symbolisch einen großen Schlüssel an den Bürgermeister. Winkens reichte diesen gleich weiter an Liesel Rademacher. Sie wird die Begegnungsstätte künftig ehrenamtlich leiten, im Team mit Hedwig Wolters, Hubertine Heinrichs, Marga Spengler, Maria Jansen, Maria Hasert, Gerda Rieken und Maria Thissen.
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