2010 ist ein ausgezeichnetes Rübenjahr

Von: defi
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Gerrit Meuwissen (l.) und Hubert Ollertz (4.v.l.) vom VLF Heinsberg begrüßten die Gäste und Referenten des Rübentags 2011 in der Heinsberger Stadthalle, darunter auch den Vorsitzenden des Rheinischen Rübenbauer-Verbands Bernhard Conzen (2.v.r.). Foto: defi

Kreis Heinsberg. Was im Sommer 2010 niemand erwartet hatte, wurde auf dem Rübentag 2011 in Heinsberg von den Referenten noch einmal hervor gehoben. Dr.Willi Kremer-Schillings von Pfeifer & Langen: „2010 war das drittbeste Jahr in der Geschichte der Zuckerfabrik Jülich.”

Dr. Kremer-Schillings dankte vor allem den Rübenfahrern, die trotz extremer Witterungsverhältnisse große Anstrengungen unternommen hätten, um die Rüben in die Fabrik zu transportieren. „Da auch die Rübenbezahlung zurzeit recht anständig ist”, so Dr. Willi Kremer-Schillings, „gehe ich davon aus, dass der Rübenanbau auch 2011 seine führende Stellung im Ackerbau behalten wird.”

Der Verein landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen (VLF) Heinsberg richtete den Rübentag gemeinsam mit der Zuckerfabrik Pfeifer & Langen, Werk Jülich, in der Stadthalle der Kreisstadt aus. Der VLF-Vorstand, vertreten durch den Vorsitzenden Gerrit Meuwissen und den Moderator der Veranstaltung Hubert Ollertz, begrüßte neben einer großen Anzahl Landwirte auch den Vorsitzenden des Rheinischen Rübenbauern-Verbands, Bernhard Conzen.

Wetterkapriolen kennzeichneten das Anbaujahr 2011: Bei der Saat war es zu trocken, beim Aufgang der Rüben zu kalt, bis zum Reihenschluss Mitte Juni zu heiß und ab August zu nass. Erst ab Oktober förderte die Witterung den Mengen- und Zuckergehaltszuwachs. Aufgrund des frühen Wintereinbruchs ab Dezember und den damit verbundenen Transportproblemen zur Fabrik, musste die Jülicher Zuckerfabrik die Zuckerproduktion sogar drosseln, da nicht genügend Rüben in der Fabrik zur Verarbeitung bereit lagen.

Dr. Peter Kasten vom Rheinischen Rübenbauer-Verband konnte dennoch wie sein Kollege Dr. Willi Kremer-Schillings von einem ausgezeichneten Rübenjahr 2010 berichten. Die Rheinische Kampagne war sogar die zweitbeste in der Geschichte. Günstige Wachstumbedingungen im Herbst hätten den Vegetationsstau ausgleichen können, so Dr. Kasten. Für 2011 rechnet er mit einer Ausbauausdehnung auch aufgrund der um zehn Prozent erhöhten Rübenquote.

2011 wird ein neues Ernteverfahren eingesetzt werden können. Die Rüben müssen dann nicht mehr „geköpft” bei der Zuckerfabrik angeliefert, sondern können mit Hilfe eines neuen Vorbaus am Rübenroder „entblättert” und so abgeliefert werden.

Von der Landwirtschaftskammer NRW, Kreisstelle Düren, war der Referent Hans Joachim Hölzmann zum Heinsberger Rübentag gekommen und berichtete über die Wettbewerbsstellung der Zuckerrübe auf den veränderlichen Märkten. Der Rübenbau ist einer der wenigen Bereiche in der EU-Agrapolitik, der einer Mengen- und Preisbindung unterliegt. Dadurch profitieren die Landwirte nicht direkt an den zurzeit hohen Zuckerpreisen am Weltmarkt. Andreas Gehlen und Reiner Helden von Pfeifer & Langen gaben den Landwirten Ratschläge im Bereich Pflanzenschutz und Düngung.
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