2000 Insekten am Tag auf dem Speisezettel

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So kennt man die Schwalbennester an den Dächern. Foto: Nabu

Selfkant. Wer noch Mehlschwalbennester an seinem Haus besitze, der könne stolz darauf sein, solch mittlerweile selten gewordenen „Kunstwerke” unter seinem Dach zu besitzen. Obwohl diese kleinen Akrobaten der Lüfte viel Schmutz verursachten, so seien sie dennoch eine Bereicherung unserer Region, erklären die Naturschützer des Nabu-Ortsverbandes Saeffel-, Rode-, Kitschbachtal.

Ein Grund, weshalb es immer weniger dieser früher recht häufigen Vogelart gebe, sei, dass in der Tat immer weniger Pfützen existierten, in denen sich die Schwalben den nötigen „Matsch” besorgen können, um ihre kunstvollen Nester zu bauen. Der zweite Grund des Rückganges der Population sei das Zerstören der vorhandenen Nester unter den Dächern vieler Häuser.

„Viele Menschen empfinden den Schmutz, den die Schwalben durch ihren Kot verursachen, als unschön und sehen dadurch bedingt nur die Möglichkeit, die Nester zu zerstören.” Damit kein Schmutz auf den Boden gelangen könne, brauche man lediglich ein Kotbrett unter das Nest zu hängen (ca. 30 cm breite Bretter ca. 50 cm unter dem Schwalbennest befestigen), schlägt der Ortsverband vor.

Wichtig zu wissen sei in diesem Zusammenhang, dass das Zerstören der Nester und Eier mit bis zu 50.000 Euro Ordnungsgeld geahndet werden könne. Besetzte, wie auch leere Schwalbennester stehen daher unter Schutz.

„Flogen früher viele Tiere durch unsere Dörfer und Städte, so muss man sie heute oft suchen. An Nahrung fehlt es ihnen nicht, denn Insekten fliegen noch genügend umher. Schwalben erfüllen eine wichtige ökologische Funktion”, erklären die Naturschützer. „So haben Untersuchungen ergeben, dass eine einzelne Schwalbe zur Brutzeit über 2000 Insekten pro Tag fängt.”

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