177.845 Kraftfahrzeuge mit „HS”

Von: bast
Letzte Aktualisierung:

Kreis Heinsberg. 3310 Kraftfahrzeuge mehr als im Jahr 2008 sind im Straßenverkehr mit dem HS-Kennzeichen unterwegs.

Nun sind es schon 177.845 fahrbare Untersätze. Lediglich die Anzahl der Busse nahm um acht auf 280 ab. Die größte Zulassungszahl mit 133.606 Wagen haben die Pkw, die um 2320 Einheiten zunahmen. 1684 Wohnmobile, 9650 Motorräder und 7133 Lkw bevölkern die Straßen. Nur 7,6 Prozent der Fahrzeuge sind steuerbefreit. Darunter befinden sich auch die nach der Abwrackprämie angeschafften und zunächst steuerbefreiten Autos. Dies geht aus einer bei einem Pressegespräch vom Finanzamt Erkelenz vorgelegten Bilanz hervor.

Die Ottomotoren beherrschen immer noch das Straßenbild, zu den bereits vorhandenen acht Fahrzeugen mit Elektromotor kam kein neues dazu. Hier wird sich vielleicht demnächst einiges ändern.

Nachdem die Kfz-Steuer seit dem 1. Juli 2009 zu einer Bundessteuer geworden ist, wird das Gesamtaufkommen der Steuereinnahmen des Erkelenzer Finanzamtes spürbar sinken.

Problematisch könnte es auch in personeller Hinsicht werden. Bis 2014 werden die Steuern noch von den Landesbediensteten der Finanzämter erhoben. Auch die Zulassungsbehörden arbeiten bis zu diesem Zeitpunkt im Wege der Organleihe. Dann wird die Verwaltung vollständig beim Bund liegen.

Man muss abwarten, welche Konsequenzen sich daraus auch für das Personal ergeben.

Eine Erfolgsgeschichte ist die Nichtzulassung von Kfz bei Kfz-Steuerrückständen. Diese bisher in Nordrhein-Westfalen praktizierte Regelung soll in Kürze bundesweit greifen. Die Kfz-Steuerrückstände sind seither gegen Null gefahren.

Auch der Einsatz der sogenannten Parkkralle seit April 2008 hat sich bewährt. Sie wird nicht nur bei Kfz-Rückständen, sondern auch bei anderen Steuerversäumnissen eingesetzt. In vielen Fällen reicht schon die Androhung durch den Außendienstbeamten.

Die Abgrenzung der Besteuerung von Fahrzeugen als Pkw oder Lkw hat sich geändert. Die Gewichtsbesteuerung bei Fahrzeugen über 2,8 Tonnen nach dem Kraftfahrzeuggesetz ist gestrichen worden. Nun müssen andere Kriterien erfüllt sein. Die Ladefläche muss mehr als 50 Prozent der Nutzfläche betragen, wenn mehr als drei Sitzplätze vorhanden sind, spricht das für einen Pkw, die zulässige Ladung muss verhältnismäßig zum zulässigen Gesamtgewicht sein, Sicherheitsgurte und Sitzbefestigungen müssen im Frachtladebereich unbrauchbar gemacht werden und bei Serienfahrzeugen spielt das Konzept des Herstellers eine maßgebliche Rolle.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert