15 Jahre Heinsberger Tourist-Service sind ein Grund zum Feiern

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Kreis Heinsberg. Anfangs sei die Idee von Tourismus im Kreis Heinsberg belächelt und mit Befremden aufgenommen worden. Doch inzwischen habe längst ein Bewusstseinswandel stattgefunden.

Das sagte Kreisdirektor Peter Deckers, Vorsitzender des Heinsberger Tourist-Service (HTS), bei der Mitgliederversammlung, die aus Anlass des 15-jährigen Vereinsbestehens mit einer Feier im Bootshaus und einer Bootsfahrt auf dem Lago Laprello in der Kreisstadt verbunden war.

Der HTS kann - wie von Geschäftsführerin Patricia Mees detailliert dargestellt - auf gestiegene Gästezahlen verweisen. Sie kletterten vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2009 bei den Ankünften von 56.158 auf 91.525, bei den Übernachtungen von 125.156 auf 202.314 und bei den Tagestouristen von 2,065 auf 4,430 Millionen. Die Wertschöpfung über direkte und indirekte Umsätze sei in diesem Zeitraum von 104,2 Millionen Mark auf 121,7 Millionen Euro gewachsen.

Auch wenn sich alles noch in überschaubarem Rahmen bewege, so sei die Tendenz doch steigend, so Deckers. Der Kreisdirektor verwies darauf, dass heutzutage touristische Ansätze in Entwicklungskonzepten der Städte und Gemeinden zu finden seien. Und dass Investitionen in touristische Infrastruktur letztlich auch der heimischen Bevölkerung zugute kämen.

Ein glänzendes Beispiel dafür konnten der Heinsberger Bürgermeister Wolfgang Dieder und Rochus Wellenbrock von Prospex, der gemeinnützigen Werkstatt für psychisch behinderte Menschen, mit dem Versammlungsort präsentieren: mit dem neugestalteten Lago Laprello und dem neuen Bootshaus. Der Erholungsraum sei zu einem Anziehungspunkt für Wanderer, Radfahrer und Wochenendausflügler sowie auch für die Bevölkerung von Heinsberg und der Region geworden, freute sich Dieder über die neuen freizeitwirtschaftlichen Impulse und Perspektiven zur weiteren Steigerung der Lebensqualität.

Mit Blick auf die aktuellen HTS-Projekte sprach Geschäftsführerin Patricia Mees unter anderem die touristische Inwertsetzung von Motten an. Gemeint sind die mittelalterlichen Verteidigungshügel, die in der Region zu finden sind. Mottenrouten, Mottenflyer und Mottentage seien geplant. Und die Motten könnten bei der Neuausrichtung des Kreismuseums einen Schwerpunkt darstellen, so war zu erfahren.

Den Finanzbericht für 2009 präsentierte Hans-Josef Mertens. Auch wenn das operative Minus (in Höhe von 163.000 Euro) letztlich wieder nur durch den Zuschuss des Kreises (177.000 Euro) zu decken gewesen sei, so stellte der Schatzmeister doch fest, dass der HTS gut positioniert sei, um die Aufgabe der aktiven Unterstützung des Tourismus im Kreis zu erfüllen. Mit dem Beitritt der Firma Prospex zähle der HTS inzwischen 150Mitglieder.

Unter der Regie des Heinsberger Bürgermeisters erfolgten die Genehmigung des Jahresabschlusses 2009 und die Entlastung des Vorstandes einstimmig. Wahlen standen schließlich auch auf der Tagesordnung. Die Vorstandsmitglieder Heinrich Heinen, Rainer Hensen, Klaus Krapoll und Wolfgang Wahl wurden allesamt einstimmig wiedergewählt. Renate Schell kandidierte nicht mehr. Für sie wurde Brigitte Gerards-Wimmers von Westblicke, dem Verein der Gästeführerinnen in der Freizeit-Region Heinsberg, mit einem einstimmigen Votum in den Vorstand aufgenommen.
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