124 Jahre alter Mühlstein als neues Symbol für St. Martin

Von: mb
Letzte Aktualisierung:
Pfarrer Franz Xaver Huu Duc Tr
Pfarrer Franz Xaver Huu Duc Tran freut sich mit seinen Helfern, den Mühlstein - das Symbol für die künftige Großpfarrei St. Martin - zur Bearbeitung auf die Reise von Wegberg nach Rheydt schicken zu können.

Wegberg. Ein Schwergewicht geht auf die Reise: Ein 124 Jahre alter Mühlstein mit einem Gewicht von 700 Kilo aus Basaltlava. Den Mühlstein hat Dr. Ferdinand Schmitz, Hobbymüller der Schrofmühle in Wegberg, ausfindig gemacht.

Und er weiß eine Menge über den Stein zu erzählen. Im Dreikaiserjahr 1888 in Betrieb genommen, hat er vornehmlich Getreide gemahlen und war zu Beginn seiner Karriere etwa doppelt so schwer, ganze 1,4 Tonnen. Nun wird er für einen guten Zweck zweckentfremdet.

Starke Männer und schweres Gerät sind gefordert, um ihn von Wegberg nach Rheydt zu transportieren. Hier soll er von den Steinmetzen der Firma Joerissen in ein Symbol für die künftige Großpfarrei St. Martin Wegberg verwandelt werden. Wie genau der Stein dann aussehen soll, wird noch nicht verraten, aber es wird „eine symbolträchtige Sache”, so Pfarrer Franz Xaver Huu Duc Tran.

Für Wegberg, die Stadt der Mühlen, liegt ein Mühlstein als Symbol auf der Hand. Pfarrer Tran weiß aber auch die Verbindung herzustellen zwischen der Pfarrei St. Martin und dem Mühlstein. „So wie St. Martin seinerzeit den Mantel teilte, um das Überleben des Bettlers zu sichern, sichert der Mühlstein, indem er Getreide zu Mehl mahlt, damit man Brot backen kann, das Überleben der Menschen”, erläutert er.

Die Idee für das Projekt sei in den GdG-Sitzungen entstanden, gereift und weiterentwickelt worden. Auch das von Designer Michael Körner entworfene künftige Pfarrsiegel für die Pfarrei St. Martin erinnert an einen Mühlstein.

Die runde Form ist in zehn einzelne Segmente unterteilt - eines für jede bisherige Pfarre. Dazu eine klassische Abbildung des Heiligen Martin zu Pferd mit Bettler. Damit bekommt die neue Pfarrei eine ganz eigene Note der Heimatverbundenheit und Einzigartigkeit. Körner hat auch die Pläne für die Gestaltung des Mühlsteins entworfen.

Pfarrer Tran freut sich über die vielfältige Hilfe. Der Stein ist gestiftet, den Transport übernimmt die Firma Ritte kostenlos und auch die Firma Joerissen arbeitet unentgeltlich. Der Stein wird nach Bearbeitung seinen Platz auf dem Kirchplatz vor der Pfarrkirche St. Peter und Paul einnehmen - dem Sitz der künftigen Pfarrei St. Martin.

Am letzten Werktag vor dem Martinstag macht sich der Stein auf einem Trecker mit Anhänger auf den Weg nach Rheydt, um verändert zu werden und dabei doch ein Mühlstein zu bleiben. Das wird auch den fusionierten Gemeinden bevorstehen, Veränderung anzunehmen und doch Kirchengemeinde zu bleiben.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert