Zweite Heimat: Felix Schwab verbringt Jahr in den Staaten als Stipendiat

Von: chh
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Er ist stolz auf das Zertifika
Er ist stolz auf das Zertifikat von der High School: Felix Schwab mit seinem Paten Thomas Rachel. Foto: chh

Düren. Das Deutschsprechen fällt ihm ab und an noch schwer. Kein Wunder, Felix Schwab ist erst vor wenigen Wochen von seinem High-School-Jahr aus den USA zurückgekehrt.

Vor rund einem Jahr saß der Echtzer auf gepackten Koffern, denn Thomas Rachel, Bundestagsabgeordneter für den Kreis Düren, hatte den Realschüler für das Parlamentarische Partnerschafts-Programm (PPP) ausgewählt.

Etwa 350 Stipendiaten schickt das PPP, das vom Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika und dem Deutschen Bundestag getragen wird, jährlich in die USA. „Es ist eine einmalige Chance, den Reichtum und die Verschiedenheit anderer Kulturen kennenzulernen”, findet Rachel.

Für Felix hieß das: Es ging vom beschaulichen Echtz nach Eugene im Bundesstaat Oregon. Dort besuchte er die „North Eugene High School”. American Football und die Mannschaftsballsportart Lacrosse : Felix nutzte die Sportangebote der High School, um Kontakte zu den „Amis” zu knüpfen.

Erst einmal befremdlich für ihn waren die ungewöhnlich großen Autos, mit denen alle Amerikaner selbst kurze Strecken von wenigen Metern zurücklegen. Ungewöhnliche Fragen, etwa ob alle Deutschen Nazis seien, konnte Felix hingegen problemlos und ruhig beantworten. „Wir haben in einem Vorbereitungsseminar gelernt, dass wir mit solchen Fragen rechnen müssen und wie wir darauf antworten.”

Bei den Gasteltern Darci und Kyle Buschelman mit ihren Kindern Payton (3) und Michael (4) fühlte sich Felix schnell wohl. Sein Highlight in dem Jahr? Die Angelausflüge mit Gastvater Kyle. „Ich habe sogar einen Lachs gefangen”, erzählt der 18-Jährige. Zum Abschied hat er eine Angel geschenkt bekommen und möchte nun den Angelschein machen. Auch nach einem Lacrosse-Verein hat er sich schon umgesehen.

Nach dem Jahr spricht Felix davon, dort eine zweite Heimat gefunden zu haben. Gastbruder Michael habe kürzlich beim Telefonieren über den Internetdienst Skype gefragt, wann Felix denn endlich wiederkommen würde. Der kleine Michael wird sich wohl noch etwas gedulden müssen. Felix wird nun in die elfte Klasse des Wirtschaftsgymnasiums gehen. „Aber in den Sommerferien will ich rüberfliegen und meine zweite Familie besuchen.”
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