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Zwei „Leuchttürme” mit Strahlkraft

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Kreis Düren. Über Geschmack kann man bekanntlich nicht streiten. Während mancher Dürener den Erweiterungsbau des Leopold-Hoesch-Museums womöglich als „Bunker” empfindet, schwärmte Käthe Rolfink unter dem frischen Eindruck eines Rundganges von dem Gebäude.

„Fantastisch! Die Räume müssen Sie sich unbedingt selbst anschauen”, empfahl die Vorsitzende des Kreis-Kulturausschusses den Multiplikatoren, die sich einmal im Jahr zur Kreis-Kulturkonferenz treffen, um sich über wichtige Entwicklungen zu informieren, Rück- und Ausblick zu halten.

Dass der Anbau dem traditionsreichen Kunsthauses den Aufstieg in eine höhere Liga ermöglicht, berichtete Dr. Renate Goldmann, seit Jahresbeginn Leiterin des Museums. „Endlich haben wir genug Platz, um mit anderen Häusern zu kooperieren.” Diese Chance will sie nutzen: zum einen durch Kooperationen mit Einrichtungen in der Region, zum anderen mit Häusern von nationalem und internationalem Rang. „So entsteht in Düren ein Leuchtturm von internationaler Strahlkraft.” Der frische Wind war im Sitzungssaal spürbar. Noch vor den Sommerferien soll das Hoesch-Museum eröffnet werden.

Die Kunstakademie auf Burg Hengebach ist da schon einen Schritt weiter, wie Dr. Frank Günter Zehnder berichtete. Während der Künstlerische Leiter der Akademie der Runde vor einem Jahr noch ein Vorhaben vorgestellt hatte, blickte er diesmal auf den Start zurück. „Die Teilnehmer kommen auch aus Österreich, der Schweiz, aus Belgien, den Niederlanden und viele aus den neuen Bundesländern”, schilderte er die Resonanz auf das Angebot.

Von der Akademie werde auch die heimische Wirtschaft profitieren, da viele Kurse mehrtägig angeboten werden, sagte Zehn der. Bilder der ersten Werkschau und die Vorstellung einiger der mittlerweile 41 Dozenten aus 13 Nationen dokumentierten den Start des Angebotes, das sich an alle Menschen wendet, die kreativ sein und entsprechende Techniken von Künstlern lernen wollen. Mit einer Kombination aus Kunst, Sport, Spiel und Abenteuer werde sich die Akademie in Kürze auch gezielt an Kinder wenden.

Dritte im Bunde der Referenten war Monika Grübel vom Landschaftsverband Rheinland. Sie stellte der Runde das Kulturhaus Landsynagoge Titz-Rödingen vor und empfahl den Besuch, um eine jüdische Einrichtung kennenzulernen, „wie es sie früher im Rheinland in jedem Dorf gab”. Sonntags ist das Haus von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Anschließend ließen Käthe Rolfink und Kreisdirektor Georg Beyß die zahlreichen Lesungen, Ausstellungen, Theateraufführungen und Workshops des letzten Jahres Revue passieren. 8400 Euro hat der Kreis Düren im vergangenen Jahr zur Kulturförderung bereitgestellt. „Damit konnten wir in vielen Einzelfällen Impulse setzen”, berichtete der Kreisdirektor von insgesamt 20 Förderanträgen.

Im Ausblick blitzten Ausstellungen der Aachener Künstlerin Barbara Schulte-Zurhausen (April), „Das Bewusste und das Unbewusste” von Anna Renate Biermann Ernst (Mai) und „Außergewöhnlich-künstlerische Arbeiten von Menschen mit Behinderung” (September) auf. Im November heißt es dann „Verlacht, verboten und gefeiert”, wenn Frauenfußball thematisiert wird.

Ein Konzert mit dem Frauenchor Cantabile der Camerata Düren ist für den 2. Mai geplant. Ferner soll es eine Lesung in der Synagoge in Titz geben. Ein weiterer Höhepunkt ist die Ausstellung des Fotokünstlers Thomas Kellner. Er zeigt seine Werke ab dem 13. März im Deutschen Glasmalereimuseum in Linnich.
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