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Zukunftslabor Indeland: „Wer nicht wachsen will, wird schrumpfen“

Von: Ingo Latotzki
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„Neue Stadt“ - eine Antwort auf die Wachstumsprozesse unserer Region? Mit dieser Frage beschäftigten sich FH-Rektor Marcus Baumann, Thomas Thelen, stellvertretender Chefredakteur unserer Zeitung, Landschaftsarchitekt Stephan Lenzen und WDR-Journalist Michael Esser (von rechts / in der Mitte Moderator Patrick Nowicki, Redakteur unserer Zeitung). Foto: Ingo Latotzki
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Indeland-Geschäftsführer Jens Bröker sprach über die „Vision Indeland 2050+“. Foto: Ingo Latotzki

Kreis Düren. Visionen, Ideen, Mut: Drei Begriffe, die beim 5. Zukunftslabor Indeland am Dienstag häufig zu hören waren. Im Science College von Haus Overbach ging es um die Frage, wie sich die Region aufstellen muss, wenn im Tagebau Inden 2030 die letzte Braunkohle gefördert wurde.

„Traut sich der Raum etwas zu?“, fragte Dr. Reimar Molitor, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Vereins Region Köln/Bonn. 200 Gäste hatten zuvor in mehreren Fachvorträgen und einer Talkrunde immer wieder gehört, dass sich das Indeland etwas zutrauen soll, dass sich die Region nicht zu verstecken brauche, im Gegenteil.

„Die Zukunft muss aber gestaltet werden, sie kommt nicht von allein zu uns“, sagte Jens Bröker, Geschäftsführer der Indeland- Gesellschaft, die eingeladen hatte. In dieselbe Kerbe schlug Wolfgang Spelthahn, Aufsichtsratschef der Indeland GmbH. „Wir machen noch zu wenig aus dem, was wir haben“, sagte der Landrat des Kreises Düren.

Indeland: Das sei eine Forschungs- und Wissenschaftsregion, die weithin ihresgleichen suche. Aus diesen Disziplinen kamen auch die Redner, die mit Blick auf Themen wie Energie, Mobilität und Digitalisierung in die Zukunft blickten – mit Visionen, deren Umsetzung auch Mut erfordern würde. Zu diesen Visionen gehört sicher auch die „Neue Stadt“, eine von der früheren Landesregierung ins Spiel gebrachte Idee, nach der in NRW eine völlig neue City entstehen könnte. Warum nicht im Indeland?

„Wer nichts wachsen will, wird schrumpfen“, sagte Jens Bröker. Prognosen gehen davon aus, dass es in den nächsten zehn bis 15 Jahren 200.000 Menschen nach Köln ziehen wird. Auch Düsseldorf wird wachsen. Da der Wohnraum in den Metropolen schon jetzt für Mittelstandsfamilien kaum zu bezahlen ist, kann das Indeland profitieren. Dazu muss die Region Flächen bereitstellen, auch für Gewerbetreibende.

Mit diesem Thema beschäftigte sich eine von unserem Redakteur Patrick Nowicki moderierte Talkrunde, an der neben FH-Professor Marcus Baumann der stellvertretende Chefredakteur von Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten, Thomas Thelen, der freie Journalist Michael Esser, und der renommierte Landschaftsarchitekt Stephan Lenzen teilnahmen.

Beim Blick in die Zukunft entwarfen neben Dr. Reimar Molitor die FH-Wissenschaftler Professor Christoph Hebel, Professor Ulf Herrmann und Professor Thomas Ritz Szenarien mit Blick auf die Themen Mobilität, Energie und Digitalisierung – es ging um Visionen, Ideen und Mut, die drei immer wieder gehörten Begriffe.

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