Kreis Düren - Zaghafte Anzeichen einer konjunkturellen Erholung

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Zaghafte Anzeichen einer konjunkturellen Erholung

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Sieh zaghafte Anzeichen einer konjunkturellen Erholung: Harald Küst. Foto: Abels

Kreis Düren. Erste zaghafte Anzeichen einer konjunkturellen Erholung sieht Harald Küst, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit, mit Blick auf die Arbeitsmarktsituation im Kreis Düren im abgelaufenen Monat Mai. „Nach dem Ausbleiben der Frühjahrsbelebung ist es erfreulich, dass nach einem monatelangen Anstieg die Arbeitslosigkeit gebremst werden konnte und sogar ein leichter Rückgang zu verzeichnen ist”, erklärte Küst.

Dennoch hält es der Geschäftsführer der Dürener Arbeitsagentur für verfrüht, von einer echten Trendwende zu sprechen, da der Rückgang der Arbeitslosigkeit geringer als in früheren Jahren ausgefallen ist und die Wirtschaftskrise durchaus ihre Spuren auf dem Stellenmarkt hinterlassen hat.

Im Mai waren im Kreis Düren insgesamt 11196 Menschen arbeitslos. Das sind 81 weniger als noch im April, aber 814 mehr als im Mai 2008. Die Arbeitslosenquote blieb konstant und liegt weiterhin bei 8,5 Prozent.

Seinen verhaltenen Optimismus begründet Küst damit, dass „vor allem die exportorientierten Betriebe in der Region von einer allmählich ansteigenden Auftragslage profitieren können. Eine Stabilisierung der Produktion sei mit Blick auf den Kreis Düren besonders in den Branchen Fahrzeug- und Maschinenbau, Transport- und Logistik sowie im Papier- und Textilgewerbe dringend erforderlich. Noch verhindere der anhaltende Rückgriff auf Kurzarbeit nicht nur in diesen Bereichen einen Arbeitsplatzabbau. Aber die angemeldete Kurzarbeit ist stark rückläufig. Waren es im April noch 48 Betriebe, die für 1363 Mitarbeiter Kurzarbeit angezeigt hatten, waren es im Mai nur noch 32 Betriebe mit 460 Arbeitnehmern.

Als stabil bis positiv bewertet Harald Küst die Lage im Kreis Düren im Handwerk und im Dienstleistungsgewerbe, in dem allein noch 177 Stellen unbesetzt sind. „Sozialarbeiter, Erzieher und Altenpfleger stehen inzwischen nach den Ingenieurberufen an zweiter Stelle der sofort zu besetzenden Stellen”, erklärt der Agenturchef, der hier einen weiter steigenden Bedarf und sogar Engpässe in den kommenden Jahren erwartet. Insgesamt wurden der Dürener Arbeitsagentur im Mai 375 offene Stellen gemeldet, davon 169 im Fertigungsbereich.

Das bedeutet ein Plus von 96 im Vergleich zum April, aber ein leichter Rückgang im Vorjahresvergleich.
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