Kreis Düren - „Wir müssen der Zeit 25 Jahre voraus sein”

„Wir müssen der Zeit 25 Jahre voraus sein”

Von: sj
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„Die Energiewende findet vor
„Die Energiewende findet vor Ort statt”, sagt die SPD. Sie sieht große Chancen für regenerative Energien im Kreis Düren. Foto: Johnen

Kreis Düren. Das Rheinische Revier ist in der Stromerzeugung und Energieversorgung „schon seit Jahren führend in Deutschland”, bilanzieren die Sozialdemokraten im Kreis Düren.

Für die Zeit nach der Braunkohlegewinnung sei grundsätzlich alles denkbar und möglich - von der Seenlandschaft bis zur Industrie-Ansiedlung. „Nur was genau wollen wir?”, fragt Jens Bröker, Fraktionschef im Kreistag.

Die Antwort gibt die SPD gleich selbst: „Wir wollen, dass wir in der Region auch weiterhin Stromexporteur bleiben”, betont der Kreisverbandsvorsitzende Dietmar Nietan (MdB). Ein „Masterplan Energie” für das Rheinische Revier und den Kreis Düren soll die Weichen für die Zukunft stellen. Einen entsprechenden Antrag werden die Sozialdemokraten im kommenden Jahr im Kreisausschuss einbringen. Der Kreis Düren und die Region sollen dabei vor dem Hintergrund der eingeläuteten Energiewende einen „wesentlichen Beitrag” zum Ausbau regenerativer Energien leisten und eine „Kompetenzregion” in den Bereichen Energie und Klimaschutz bleiben. „Wir haben das Forschungszentrum Jülich, wir haben die Fachhochschule Aachen und wir haben den größten Solarpark Nordrhein-Westfalens. Die Frage lautet, was machen wir daraus?”, unterstrich Nietan, dass alle Akteure vom Energieversorger bis zur Entwicklungsgesellschaft an einem Strang ziehen müssen. Die Energiewende finde vor Ort statt.

Den „Masterplan Energie” versteht die Kreis-SPD als einen einzigen, aber wichtigen Baustein eines Gesamtkonzepts für die Nach-Tagebau-Zeit. Die Wertschöpfung in der Region müsse bewahrt bleiben, die 13.000 vom Bergbau abhängigen Arbeitsplätze im Revier erhalten werden und neue Jobs müssten geschaffen werden. Um das zu erreichen, müssten die Akteure „heute schon der Zeit 25 Jahre voraus sein”, sagte Raoul Pöhler, Vorsitzender des SPD-Arbeitskreises Strukturpolitik. Die in der Region und im Kreis Düren vorhandene Kompetenz müsse „fruchtbar gemacht werden”, um den Strukturwandel zu begleiten und voranzutreiben. Eine Forderung der SPD ist auch die Rekommunalisierung der Energieversorgung.
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